Maßgeschneiderte Infos für WM-Zuschauer

- Während der Fußball-Weltmeisterschaft hat Public Viewing wieder Hochkonjunktur. In Kneipen, Gaststätten und Biergärten versammeln sich die Freunde des runden Leders gemeinsam vor Großbildschirmen und Leinwänden und fiebern gemeinsam mit den Ballkünstlern aus Deutschland, Brasilien oder Kamerun. Und nach dem Spiel? „Da laufen dann oft Nachrichtensendungen oder Videos aus dem Musikkanal. Das stört,“ sagt Manuel Laufer (32), Geschäftsführer und Inhaber des Karlsruher Betriebs Martes New Media. Deshalb hat er mit seiner Agentur für neue Medien ein bedarfsgerechtes Angebot für die Gastronomie konzipiert. von Ralf Sablowski

Martes New Media Mensa Uni Karlsruhe

Menütipps für Studenten. (Bild: Studentenwerk Karlsruhe)

Auf hochwertigen Großbildschirmen können nach den Fußballübertragungen Hinweise auf das Speisen- und Gertränkeangebot oder kommende Veranstaltungen geschaltet werden. „Das ersetzt dann sozusagen die gute alte Schiefertafel mit dem Tagesessen“, bringt Medienfachwirt Laufer die Idee einer Schnittstelle zwischen moderner und herkömmlicher Informationsübermittlung auf den Punkt.

Das 1999 von Laufer gegründete Unternehmen hat sich auf Synergieeffekte der Medien in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit spezialisiert. Eines der größeren Martes-Projekte gehört vor allem für die Studierenden in der Technologieregion bereits zum Alltag: Im Auftrag des Studentenwerks wurde ein Anzeigesystem für die verschiedenen Mensen in Karlsruhe und Pforzheim entwickelt. Über digitale Anzeigen können sich die hungrigen Studierenden im Mensafoyer über das jeweilige Speisenangebot informieren.

Und nicht nur das. „Die Daten müssen nur einmal ins System eingegeben werden und sind dann für mehere Anwendungen verwertbar“, erläutert Laufer die Vorteile der in seiner IT-Schmiede im Gewerbegebiet Karlsruhe-Knielingen entwickelten Software. Was bedeutet: Die Speisepläne sind dann sowohl übers Internet als auch in druckbarer Version für das Campus-Magazin verfügbar, wo sie mit perforiertem Rand einfach herausgenommen und an die Kühlschranktür geheftet werden können. Und als besonderes Schmankerl bietet das System von Martes noch einen SMS-Service der besonderen Art.  Dabei werden die Mensagänger per Kurznachricht aufs Handy informiert, wenn das ins System eingegebene Lieblingsessen auf dem Speiseplan steht. Mit solch einer Vernetzung klassischer und moderner Medien will Laufer auch künftig punkten.

„Wir wollen unsere Umsätze ab 2011 verdoppeln und weitere Mitarbeiter einstellen“, berichtet der Gründer über seine Expansionspläne. Seinen Optimismus zieht Laufer aus den technischen Neuerungen einer wachsenden Branche. Auch für die Fächerstadt hat der umtriebige Medienexperte bereits eine Vision: Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) könnte seine Anzeigen an den Haltestellen künftig über Bildschirme Laufen lassen. (rs)

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