HDMI-Konkurrent in den Startlöchern

- Die im vergangenen Jahr von LG, Samsung, Sony und Valens Semiconductor gegründete HDBaseT Alliance hat die Fassung 1.0 der Spezifikation ihrer A/V-Schnittstelle HDBaseT finalisiert. Hinter der neuen Schnittstelle stecken einige interessante Denkansätze. von Ralf Sablowski

HDbaseT Alliance

HDbaseT: erste Geräte noch 2010.

Das beginnt bereits bei den Kabeln: HDBaseT setzt hier auf gewöhnliche Ethernet-Kabel vom Typ CAT5e/6 mit dem RJ-45-Stecker. Damit könnte jeder Anwender Verkabelungen über längere Distanzen mit Kabeln aus dem PC-Laden um die Ecke realisieren – was dafür sorgen dürfte, dass die bei HDMI so engagierten Kabelhersteller wenig Interesse an HDBaseT zeigen werden.

Bei HDMI kam mit der Fassung 1.4 ein Ethernet-Kanal hinzu, dessen Geschwindigkeit bei maximal 100 MBit/s liegt. Auch HDBaseT bietet einen solchen Datenkanal, über den anfangs bis zu 100 MBit/s laufen sollen. Die HDBaseT Alliance gibt aber bereits an, dass das System bis zu einem Wert von 1 GBit/s skalierbar ist. Daneben sollen auch Daten nach dem USB-Protokoll transportiert werden können.

Während die HDMI-Verkabelung über mehr als 15 Meter nicht unbedingt optimal ist, erlaubt die HDBaseT-Spezifikation eine Kabellänge von bis zu 100 Meter zwischen zwei Geräten nennt. Bei der Verkabelung der Geräte untereinander geht HDBaseT andere Wege als HDMI, indem es nicht nur eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung kennt, sondern Geräte lassen sich auch als Kette verbinden. Über die Verbindungsleitung sollen beispielsweise Fernseher auch gleich mit Strom versorgt werden können. Der genannte Wert von 100 Watt ruft bei einigen Experten jedoch Bedenken hervor. Laut HDBaseT-Alliance sollen die ersten Produkte mit der neuen Schnittstelle bereits in der zweiten Jahreshälfte 2010 erhältlich sein. (rs)

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