„Ströer legt den Grundstein für den digitalen Umbruch“

- Der Außenwerber Ströer präsentiert auf seiner Roadshow unter dem Motto „Insight Out-of-Home 2010 – Ströer goes digital“ nun erstmals seinen neuen Out-of-Home-Channel. Das nationale Netz wurde bereits im Börsenprospekt angekündigt. Über 200 deutsche Bahnhöfe sollen bis Ende des kommenden Jahres mit rund 1000 Screens ausgestattet werden. Ströer möchte damit eine Nettoreichweite im zweistelligen Bereich in der Grundbevölkerung erzielen. von Stefanie Schömann-Finck

Der neue Out-of-Home-Channel

Das neue digitale Medium soll alle Vorteile von Außenwerbung und TV vereinen. Vor allem durch sehr gute Bildqualität und die Möglichkeit des synchronisierten Betriebs mehrerer Flächen. Eingesetzt werden 60- bis 82-Zoll-Displays mit Full HD-Auflösung. Das Programm auf den Screens wiederholt sich in Loops von jeweils 180 Sekunden. Diese sind unterteilt in fünf Werbespots à 30 Sekunden und einem Spot à 30 Sekunden mit Informationen, News oder Unterhaltung.

„Der Out-of-Home Channel ist die logische Weiterentwicklung zu unserem Produkt Infoscreen. Infoscreen ist das richtige Medium für den Wartebereich, der Out-of-Home Channel eignet sich ideal für die Ansprache von Passanten. Der Werbeträger ist so groß wie ein Plakat, bewegt wie TV und so schnell wie Online. Damit eröffnet er der digitalen Außenwerbung eine neue Dimension und Relevanz“, sagte Jochen Sengpiehl, Geschäftsführer Ströer Media Deutschland.

Dass das neue Medium erfolgversprechend ist, legt die Studie „Insight Station“ nahe, die Ströer ebenfalls auf der Roadshow vorstellt. Sie wurde von Ströer in Kooperation mit der Universität Luxemburg mit 20.000 Befragten durchgeführt. Die Untersuchung zeigt die Werbewirkung und Kontaktqualität von Bahnhofsmedien und schlüsselt auf, wie die Besucher die unterschiedlichen Werbeträger im Bahnhofsumfeld wahrnehmen.

Die Hauptergebnisse der Studie zeigten, dass Besucher eine positive Einstellung zu Werbung am Bahnhof haben und sich vor allem in der Wartesituation intensiv mit der Werbebotschaft beschäftigen. Die Inhalte der Werbung wirkten aktivierend und hätten eine hohe Aufmerksamkeit – insbesondere bei hinterleuchteten beziehungsweise digitalen Medien.

Laut Ströer belege die Studie somit, dass Bahnhofsmedien hochrelevante und bisher unterschätzte Werbeträger sind, die interessante und spannende Zielgruppen ansprechen. Implizite Test hätten zudem Präferenzveränderung nachgewiesen. Durch die Bank ließen sich klare Vorlieben für die im Bahnhof beworbenen Produkte gegenüber den nicht beworbenen Vergleichsprodukten erkennen.

„Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Außenwerbezeitalter. Ströer legt mit dem Out-of-Home Channel den Grundstein für den digitalen Umbruch unseres Mediums“, erklärte Sengpiehl. Ströer setzt jedoch nicht nur auf das Umfeld Bahnhof, sondern auch auf Bewegtbild und eine stärkere zeitliche und örtliche Vermarktung der Werbeträger, sowohl beim neuen Out-of-Home-Netzwerk als auch bei Infoscreen. Mit der digitalen Bewegtbild-Offensive prescht Ströer nach vorn und gibt damit einen entscheidenden Impuls für den gesamten DooH-Markt. Inwieweit Werbekunden und Mediaagenturen das neue Medium annehmen und ihr TV-Werbebudget neu aufteilen, muss sich allerdings erst zeigen.

In Düsseldorf wurden die Neuheiten der Außenwerbung bereits vorgestellt. Die nächsten Stationen der Ströer-Roadshow sind München (14. September), Frankfurt (16. September) und Hamburg (21. September). (sw)

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