LG erwägt Klage gegen EU-Bußgeld

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Der Flachbildschirm-Hersteller LG Display erwägt rechtliche Schritte gegen das gestern verhängte EU-Bußgeld in Höhe von 215 Millionen Euro wegen illegaler Preisabsprachen. Das teilte der südkoreanische Display-Hersteller heute mit. von Stefanie Schömann-Finck

LG möchte nun gegen das gestern verhängte Bußgeld der Europäischen Kommission klagen

„LG Diplay gesteht die unrechtmäßigen Handlungen der Vergangenheit ein und respektiert in dieser Hinsicht die Regulierungsautorität der Europäischen Kommission“, teilte das Unternehmen mit. Trotzdem könne LG nach sorgfältiger Überprüfung beim Gericht der Europäischen Union möglicherweise Berufung einlegen. Nämlich dann, wenn sich herausstellen sollte, dass es unter anderem verfahrensrechtliche Probleme bei den Ermittlungen gegeben habe.

Wie invidis berichtete (Geldbuße für LCD-Hersteller) müssen fünf Hersteller von Flachbildschirmen aus Asien wegen illegaler Preisabsprachen ein EU-Bußgeld von insgesamt 649 Millionen Euro zahlen. Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics blieb straffrei, da er als erstes Informationen über die Verstöße nach Brüssel lieferte. Die betroffenen Unternehmen hatten demnach zwischen Oktober 2001 und Februar 2006 Preise abgesprochen und Märkte aufgeteilt.

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