„Der deutschsprachige Markt ist Vorreiter“

Das Jahr 2010 war für die Digital Signage-Branche ein sehr erfolgreiches und dynamisches und die Aussichten für 2011 sind ähnlich. Doch was genau erwarten die Marktteilnehmer vom neuen Jahr, welche Hoffnungen und Bedenken haben sie? Invidis hat Branchenvertreter gebeten, die aktuelle Situation zu bewerten und einen Ausblick auf 2011 zu geben.

- Der erste Gastbeitrag stammt von Helge Haarig, Strategic Account Manager Scala D-A-CH. Er ist davon überzeugt, dass 2011 ein Jahr das Durchbruchs wird. von Stefanie Schömann-Finck

Helge Haarig, Strategic Account Manager, Scala D-A-CH

invidis Ausblicke 2011 - Expertenkommentare

2010 – Das Jahr des Aufbruchs

Helge Haarig / Strategic Account Manager, Scala D-A-CH

Wegen der Rezession 2008 wurde sehr wenig in neue Technologien und ins Marketing investiert. Das Jahr 2009 war dann ein Jahr der Konsolidierung des Digital Signage-Marktes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Dank der stark verbesserten Wirtschaftlage ist nun wieder Kapital vorhanden, um neue Kommunikationskonzepte zu erstellen. Neben dem Web und Mobile Marketing ist das auch verstärkt Digital Signage.

Im vergangenen Jahr war ein deutlicher Anstieg des Interesses an Digital Signage zu bemerken. Dabei geht es nicht mehr nur um das Aufhängen von Bildschirmen, sondern Digital Signage wird mehr und mehr in die Kommunikationskonzepte der Unternehmen integriert. Interaktivität und die Integration von Kassensystemen, Datenbanken, MRM-Lösungen oder Smil-Playern sind dabei immer häufiger fester Bestandteil.

Ich denke, dass 2010 das umsatzstärkste Jahr der Branche im deutschsprachigen Raum war. Der D-A-CH-Markt wird zunehmend zum Vorreiter der Branche.

Konzepte werden gut durchdacht, getestet und sogar über einen langen Zeitraum immer wieder an neue Ideen und/oder Technologien angepasst. Von Deutschland aus werden sowohl globale als auch europäische Digital Signage-Netzwerke betrieben – nicht nur als Piloten, sondern als echte Projekte!

Große Netzwerke aus Deutschland

Ideal wäre es, wenn sich Digital Signage fest etablieren und in (beinahe) jedes Marketingkonzept mit aufgenommen würde. Ich denke, die Branche ist reif genug dafür. Unternehmen, die Lösungen suchen, haben heute sehr viel mehr Basiswissen als noch vor zwei Jahren. In Kundengesprächen wird mehr über Konzepte als über die Technik gesprochen und die Anfragen kommen mittlerweile häufiger über die Marketingabteilungen.

Alles deutet darauf hin, dass das neue Jahr eine Steigerung bringen wird. Ich denke, dass in 2011, spätestens aber in 2012, die größten Netzwerke von Deutschland aus betrieben werden. Nur Skandinavien und Japan haben ähnliche Wachstumsraten wie der D-A-CH-Markt.

Sehr wichtig ist aber: Digital Signage ist nicht etwas, das von der Stange verkauft werden  kann. Jede Lösung muss auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sein. Nur dann kann Digital Signage erfolgreich sein.

Ausblick 2011 – Weitere Gastbeiträge lesen Sie hier

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.