ECC-Studie

Handel braucht das Internet

Das Internet gewinnt für den stationären Handel zunehmend an Bedeutung. Das geht aus der aktuellen Studie des ECC Handel zum Multi-Channel-Verhalten von Konsumenten hervor.

- Demnach geht mehr als 60 Prozent des Umsatzes im stationären Handel eine Informationssuche im Internet voraus. Vor allem bei hochwertigeren und teureren Produkten informieren sich Kunden zunächst online. von Stefanie Schömann-Finck

Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Vertriebskanälen

Umgekehrt profitiert aber auch das Internet vom stationären Handel. Bei mehr als einem Viertel der Käufe in einem Online-Shop geht eine Informationssuche im stationären Handel voraus. Das entspricht knapp 30 Prozent des gesamten Umsatzes in Online-Shops.

Laut ECC werden insbesondere Smartphones als Bindeglied zwischen den Vertriebskanälen Internet und stationärem Handel an Bedeutung gewinnen. Ein Viertel der Konsumenten, die ein Smartphone besitzen, hat dieses vor dem letzten Kauf im stationären Handel zur Informationssuche eingesetzt.

Befragt wurden 1.000 Internetnutzer und 500 Smartphonenutzer zu ihrem Informationsverhalten bei ihrem letzten Kauf im stationären Handel, im Internet und im Katalog. Ergebnis war, dass die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Vertriebskanälen sehr vielfältig sind.

„Vertriebskanäle existieren aus Kundensicht nicht nebeneinander, sondern werden während der Kaufentscheidung beliebig kombiniert“, erklärt Kai Hudetz, Geschäftsführer der IfH Institut für Handelsforschung GmbH. „Um kanalübergreifend Kaufimpulse zu setzen, müssen sich Handelsunternehmen über dieses Verhalten bewusst sein. Es wird, abseits der Güter des täglichen Bedarfs, keinen Handel mehr ohne Internet geben.“

Erfreulich ist, dass es immer mehr Handelsunternehmen gelingt eben diese Kaufimpulse im Internet für den stationären Handel zu setzen: 12,5 Prozent der Käufe im stationären Handel geht mittlerweile eine Informationssuche im Online-Shop desselben Anbieters voraus.

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