Ströer AG

Rekordergebnisse im ersten Börsenjahr

- Die Ströer Out-of-Home Media AG hat ihre ersten Jahreszahlen nach dem Börsengang im vergangenen Jahr vorgelegt. Es sei das erfolgreicheste Jahr seit 1990 gewesen, meldete das Unternehmen am Dienstag vormittag. Mit der Einführung des Out-of-Home-Channels habe sich Ströer an die Spitze der digitalen Entwicklung gesetzt und seinen eigenen Anspruch als digitaler Pionier eingelöst. von Stefanie Schömann-Finck

Digitalisierung bei Ströer: Der Out-of-Home-Channel

Der Umsatz des Konzerns stieg erstmals über die Marke von 500 Millionen Euro. Mit 531,3 Millionen Euro lag er um 13,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 469,8 Millionen Euro. Das Operational EBITDA stieg um 27,2 Prozent auf 127,3 Millionen Euro (2009: 100,0 Millionen Euro). Das Ergebnis pro Aktie beträgt nach Abzug aller Kosten 1,32 Euro, im Vorjahr waren es 0,03 Euro gewesen.

Alle operativen Geschäftsbereiche hätten zu den positiven Zahlen beigetragen. Durch den Börsengang habe man die Grundlage geschaffen, Ströer weiterhin im europäischen Außenwerbegeschäft zu positionieren.

„Mit unseren Investitionen in der Türkei und Polen haben wir uns strategisch überzeugend in Märkten etabliert, die hervorragende Wachstumschancen bieten. Gleichzeitig haben wir ehrgeizige Maßnahmen ergriffen, um die Digitalisierung auch in unserem Segment des Werbemarktes voranzutreiben und den Bereich Out-of-Home im gesamten Werbe-Mix weiter auszubauen“, sagte Udo Müller, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender der Ströer Gruppe, heute in Köln.

Wie geplant hat die Ströer Gruppe die Digitalisierung der Außenwerbung mit dem Out-of-Home-Channel vorangetrieben. Bis Ende 2011 sollen rund 1.000 digitale Screens installiert sein, die Nettoreichweiten in der Gesamtbevölkerung von über 20 Prozent erzielen könnten.

Zudem startet Ströer an den reichweitenstärksten Standorten eine Qualitätsoffensive und plant bis Ende 2015 rund 5.000 Großflächen in hinterleuchtete Glasvitrinen mit Wechslermechanismus auszurüsten.

Das aus dem Börsengang zugeflossene neue Eigenkapital von 287,9 Millionen Euro habe, so Ströer in seinem Geschäftsbericht, die Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens signifikant verbessert. Die Nettoverschuldung wurde um 35,4 Prozent auf 320,1 Millionen Euro gesenkt. Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 30,1 Prozent.

Ströer Deutschland, der größte Geschäftsbereich, setzte seinen Wachstumskurs fort und erzielte einen Umsatz von 409,9 Millionen Euro (2009: 393,3 Millionen Euro), eine Steigerung um 4,2 Prozent. Der Heimatmarkt lieferte auch den größten Beitrag zum Operational EBITDA des Gesamtkonzerns.

Ströer konnte 2010 auch in allen Produktgruppen Umsatzzuwächse verzeichnen. Der Bereich Billboard (Plakatmedien) wuchs mit 15,2 Prozent am stärksten und ist mit 274,7 Millionen Euro auch die volumenstärkste Gruppe. Der Produktbereich Street Furniture mit Wartehallen, Säulen oder City Guide-Informationssystemen erzielte mit 14,0 Prozent ein Umsatzwachstum in ähnlicher Größenordnung.  Der Umsatz in der Produktgruppe Transport, zu dem die Infoscreens und der Out-of-Home-Channel gehören, erhöhte sich um 6,4 Prozent auf 73,8 Millionen Euro (2009: 69,4 Millionen Euro). Diese Entwicklung beruhe „insbesondere auf dynamisch steigenden Umsatzerlösen der digital angesteuerten Werbeträger“, heißt es im Geschäftsbericht.

Für das Geschäftsjahr 2011 ist Ströer zuversichtlich und geht auch im laufenden Jahr von einem Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich aus. „Neue Projekte, das günstige Makroumfeld sowie strukturelles Wachstum dürften zu dieser positiven Entwicklung beitragen“, heißt es in der Konzernmitteilung.

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