Außenwerbung 2012

digital und mobil

Mit hochsommerlichen Temperaturen begrüßte am Dienstag Abend die Wall AG die Gäste ihrer Roadshow 2011 in der Münchner Reithalle. Der industrielle, aber hippe Charakter der Eventlocation sollte das Selbstbild des Berliner Außenwerbers widerspiegeln.

- Entsprechend dem Motto „Connecting Out of Home“ lag der Schwerpunkt darauf, wie sich On- und Offlinemedien verbinden lassen. Etwa mit der hauseigenen Plakat-App U Snap. von Stefanie Schömann-Finck

Mobile und Out of Home sollen verschmelzen

„Immer mehr Menschen leben in Städten und sind unterwegs“, sagte Andreas Prasse, Vorstand Vertrieb & Marketing. „Das Internet wird zum ständigen Begleiter. Durch den Siegeszug der Smartphones sind wir immer On.“ Das verändere das Mediennutzungsverhalten und damit auch die Rolle der Außenwerbemedien.

Die vom Marketing Direktor Andreas Knorr vorgestellte Studie der Wall AG „Anytime, anyplace – Out of Home“ analysierte, wie Menschen Smartphones nutzen und welche Möglichkeiten das für die Außenwerbung generiert. „Wir haben auch zu Apps wie U Snap befragt und die Zustimmungsraten waren durchweg sehr hoch“, erklärt Knorr. Entsprechend werde ein Schwerpunkt der Zukunft darauf liegen, mit Agenturen und Kunden neue Möglichkeiten zu entwickeln, Außenwerbemedien und Mobile zu verbinden.

Daneben ist natürlich die Digitalisierung der Außenwerbung weiterhin ein großes Thema. Wie Andreas Prasse gegenüber invidis verriet, werden 2012 zwei bis drei weitere Berliner U-Bahnhöfe voll digital, darunter der Bahnhof Zoo und Alexanderplatz.

Auch das erst kürzlich in Berlin aufgebaute Netzwerk der digitalen City Light Boards (DCLB) soll rasch erweitert werden. Vergangene Woche startete die Pilotphase in Hamburg, nun sollen Stuttgart und Düsseldorf folgen.

Den Berliner Konkurrenten National Digital Advertising GmbH (NDA) (invidis berichtete) nehme man zwar ernst, so Prasse. Er bezweifelte aber eine dauerhafte Genehmigung von Bewegtbild, zudem seien die Boards nur unzuverlässig im Einsatz.

„Das ist ein Negativbeispiel für unsere Branche“, erklärte Prasse. „Außerdem ist es ein Autofahrermedium, Bewegtbilder machen hier keinen Sinn.“ Die Wall AG setzt daher lieber auf schnelle Motivwechsel (eine Sekunde) und künftig auch auf sanfte Effekte, die von den Behörden sicher akzeptiert und von den Autofahrern rezipiert werden könnten.

Neben München sind Berlin, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf weitere Stationen der Wall Roadshow 2011.

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