Sharp will mit LCD-Displays die Bandenwerbung erobern

- Der Elektronikkonzern Sharp möchte die Bandenwerbung bei Sportereignissen grundlegend ändern. Bereits im März stellte das Unternehmen LCD-Monitore vor, die die bisherige LED-Technik ablösen sollen (invidis berichtete). Nachdem der Euröpische Handballverband die Sharp-Lösung bereits nutzt, sollen nun weitere Sportverbände folgen. von Stefanie Schömann-Finck

Der EHF nutzt die Sharp-Technik

Die bisherige LED-Technik hat den Nachteil, dass gerade bei schnellen Schwenks und Nahaufnahmen das Bild verwischt und auch die Helligkeit und Farben nicht immer stimmen.

Bei den Sharp-Bildschirmen dagegen sei die Auflösunge zehn- bis zwölfmal so hoch. Es könne daher nichts verpixeln und die Farbtreue sei ebenfalls gewährleistet. Der große Nachteil allerdings: Das System ist teuer. Laut einem Bericht des Handelsblatts zufolge kostet die Basisversion bis zu 8.000 Euro pro Meter, bessere Systeme bis zu 12.000 Euro. Für den EHF wäre das nicht im Budget gewesen, deshalb habe Sharp Rabatt gewährt und im Gegenzug Werbeflächen erhalten.

Ein Deal, der sich scheinbar gelohnt hat. Denn im Hallenfußball, Tennis und der Leichtathletik soll es bereits weitere Interessenten geben. Laut Handelsblatt zeige der internationale Basketballverband Fiba konkretes Interesse.

Noch ist die LCD-Technik allerdings wegen der geringen Leuchtkraft auf Hallensportarten limitiert. An einer Outdoor-Lösung werde aber gearbeitet, sie soll laut Sharp Ende 2012 einsatzbereit sein.

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