Studie

Kunden wollen sichere Mobile Coupons

- Eine aktuelle Studie des Kölner Electronic-Commerce-Center Handel (ECC Handel) zeigt, dass Verbraucher Mobile Coupons gerne annehmen. Voraussetzung: Sie sollen sicher sein. von Thomas Kletschke

Smartphone Nokia LUMINA 800 (Foto: Deutsche Telekom)

Smartphone Nokia LUMINA 800 (Foto: Deutsche Telekom)

Auch das bevorzugte Bezahlverfahren orientiert sich an dem Sicherheitsbedürfnis, das die befragten 1091 Kunden haben.

Zahlreiche Anbieter setzen auf Mobile Coupons oder andere Bezahlwege. So hat beispielsweise die Telekom-Tochter Click an Buy etwa 50 Varianten im Angebot. Und bei den Coupon-Aktionen des Telekom-Partners Coupies GmbH werdenhierzulande für Kunden wie Shell, Nivea oder UCI Kinowelt umgesetzt. Das Kölner ECC Handel hat nun Kunden befragt, was sie von solchen Angeboten halten. Mobile Coupons, die über Smartphones im stationären Handel eingelöst werden können, eignen sich hervorragend zur Neukundengewinnung. Obwohl bereits viele, vor allem junge Konsumenten Handy-Coupons nutzen, ist die Konkurrenz durch herkömmliche Coupon-Angebote groß. Höchster Hinderungsgrund für Konsumenten, mobile Coupons zu nutzen, ist der Aspekt der Datensicherheit. Welche Sicherheitsbedenken hierbei im Vordergrund stehen, zeigt die Studie „Mobile Couponing 2011 – Studie zum Einsatz und Potenzial mobiler Coupons und Coupon-Apps“. Vor allem das Spamrisiko und die unangemessene Speicherung und Verwendung von personenbezogenen Daten bereiten den Konsumenten Sorgen.

Dieses Sicherheitsbedürfnis zeigt sich auch bei der Frage nach den bevorzugten Bezahlverfahren. Die Mehrheit der Befragten bevorzugt die Einlösung von Coupons über das Smartphone in Verbindung mit einem etablierten Bezahlverfahren wie beispielsweise der EC-Karte. Interessant ist, dass diejenigen, die bereits zu den aktuellen Nutzern von Coupons-Apps zählen, neuen Bezahlverfahren deutlich aufgeschlossener gegenüberstehen. 40,4 % können sich vorstellen, Produkte sofort über das Smartphone zu kaufen. Auch bei der bevorzugten Einlösart ist die Skepsis bezüglich der Datensicherheit zu sehen. Das Scannen eines Barcodes auf dem Handy wird der Möglichkeit der drahtlosen Übertragung zwischen Handy und Kasse deutlich vorgezogen. Und wieder sind die aktuellen Nutzer von Handy-Coupons eher bereit neue Technologien wie die NFC-Technik zu nutzen. Rund ein Drittel kann sich vorstellen, mobile Coupons via Near Field Communication (NFC), der kontaktlosen Übertragung von Daten zwischen Geräten, einzulösen.

Risiken von Mobile Couponing aus Nutzersicht

Dass sich vor allem die interessante Zielgruppe der einkommensstarken 20 bis 39-Jährigen von Handy-Coupons angesprochen fühlt, geht aus der soziodemografischen Analyse der Studie hervor. Knapp 62 % der Befragten, die aktuell bereits mobile Coupons oder Coupon-Apps nutzen, sind zwischen 20 und 39 Jahre alt. Auch viele der potenziellen Nutzer (56,8 %) fallen in diese Altersgruppe. Die Gruppe derer, die sich nicht für mobile Coupons interessiert, verteilt sich verhältnismäßig gleichmäßig auf jedes Alter. Darüber hinaus haben die Nutzer von mobilen Rabattangeboten ein hohes Bildungsniveau. So zeigt die Studie, dass ein Viertel der Nutzer ein abgeschlossenes Hochschulstudium vorweisen kann. Gleichzeitig nutzen überdurchschnittlich viele Schülerinnen und Schüler bzw. Studenten das Angebot an mobilen Coupons. Das hohe Bildungsniveau wird auch bei der Analyse der Einkommensverhältnisse deutlich. Von den aktuellen Nutzern haben auffällig viele (20,2 %) ein Haushaltseinkommen von über 3.500 Euro.

Jetzt stehen Kernergebnisse der Studie „Mobile Couponing 2011 – Studie zum Einsatz und Potenzial mobiler Coupons und Coupon-Apps“ als kostenloses Whitepaper zum Download zur Verfügung. Das Whitepaper enthält eine Kurzzusammenfassung der Studie und gibt auf 20 Seiten Einblick in die Themenbereiche Verbreitung, Potenzial, Einfluss auf das Kaufverhalten sowie Vorteile und Risiken. (tk)

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