OLED-Displays

LG will Erster in Europa sein

- Anlässlich der CES hatte LG sein 55-Zoll-OLED-Display präsentiert. Auch die Konkurrenz von Samsung hatte ein entsprechend großes Display vorgestellt. Jetzt gibt LG in Monaco den Startschuss für die Serien-Auslieferung der 55-Zöller im europäischen Consumer-Markt in den nächsten Monaten bekannt – OLED könnte sich damit im Digital Signage-Markt schneller verbreiten. von Thomas Kletschke

LG will in Europa als Erster 55-Zoll-OLEDs ausliefern (Foto: LG)

LG will in Europa als Erster 55-Zoll-OLEDs ausliefern (Foto: LG)

Größe ist bei Displays ein Verkaufs- beziehungsweise Kauf-Argument. Den zweitkleinsten Staat der Welt wählte LG jetzt für seine Europapremiere des 55-Zoll-OLED-Displays, das bereits auf der CES gezeigt worden war. Formel-1-Sponsor LG gab damit im Umfeld des Großen Preises von Monaco den Startschuss für seine OLED-Bemühungen im europäischen Markt. Man will noch im Jahr 2012 von der Pole Position aus in den Consumer-Markt starten.

LG Electronics stellte den nach Firmenangaben weltweit größten und flachsten OLED-Fernseher mit 55 Zoll/139,7 Zentimetern Bilddiagonale im berühmten „Salle des Etoiles“ in Monaco vor. Vor 400 Händlern, Journalisten und dem Ehrengast und Formel-Eins-Weltmeister Sebastian Vettel erklärten Vertreter von LG, dass das Unternehmen den anspruchsvollsten OLED-Fernseher zur Serienreife entwickeln werde. In der zweiten Jahreshälfte will LG den europäischen Konsumenten dieses Gerät als erster Hersteller zur Verfügung stellen.

Im Gegensatz zu LCD- oder LED-Displays, die eine Hintergrundbeleuchtung benötigen, erzeugen OLED-Fernseher ihr eigenes Licht und machen damit eine derartige Beleuchtungstechnologie überflüssig. LGs 4-Farb-Pixel-Technologie nutzt ein weißes Subpixel zur Perfektionierung der Farbdarstellung. Dabei produziert der sogenannte Color Refiner bessere Bilder, die als außerordentlich lebhaft, natürlich und angenehm wahrgenommen werden. Der Bildschirm soll zudem ein perfektes Seherlebnis ohne Verzerrungen oder Kontrastverluste bieten – unabhängig von der Umgebungshelligkeit und vom Sehwinkel. Als Material für das Gehäuse wurde carbonfaserverstärkter Kunststoff (CFK) gewählt. Die LG-Ingenieure haben das Gewicht des Displays auf 10 kg gedrückt. Die CFK-Hülle ist lediglich 4 mm dick – LG nennt das die Paper Slim-Designphilosophie. Die 55-Zöller kommen mit CINEMA 3D-Technologie mit Smart TV-Funktion auf den Markt.

Während man sich bei LG zeitlich auf den Start als Erster festlegt, hat man auch die Marktdurchdringung zumindest in den Fokus genommen. „Mit dem OLED-Fernseher an der Spitze unserer Premium-Produktlinie in Europa verfügen wir über alle Voraussetzungen, um uns als die Nummer Eins im dortigen TV-Markt zu etablieren“, gibt LG-Europachef Stanley Cho die Marschrichtung vor.

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