Virtuelle Assistenten

Tensators und Musions Hologramme erobern Airports

- In Dubai, Frankfurt und auf britischen Flughäfen sind sie schon im Einsatz – und mit dem Ferienflieger Condor setzt die erste Airline weltweit ebenfalls auf Virtuelle Assistenten. Jetzt setzen auch New Yorks Flughäfen auf die Hologramme von Tensator oder Musion. Die Digital Signage-Lösung lässt sich aber auch in anderen Bereichen wie Shopping Malls einsetzen. von Thomas Kletschke

Avatar von Tensator im Einsatz (Foto: Tensator)

Avatar von Tensator im Einsatz (Foto: Tensator)

Seit 2011 sind sie immer häufiger auf europäischen Airports anzutreffen: Virtuelle Assistenten, die am Flughafen Infos geben. Eingesetzt werden die Hologramme in der Wegeleitung und als meist mehrsprachige Avatare, die den Passagieren Orientierung geben. Die Virtuellen Assistenten stammen zum überwiegenden Teil von den britischen Herstellern Musion oder Tensator und sind zumindest testweise seit Anfang 2011 im Betrieb. Zu diesem Zeitpunkt starteten etwa die britischen Flughäfen London Luton, Manchester und Birmingham mit den Avataren. Auch in Paris und am Airport Frankfurt sind die DS-Lösungen im Einsatz.

Condors Virtuelle Assistentin arbeitet seit Dezember 2011 am Airport Frankfurt (Foto: Condor)

Condors Virtuelle Assistentin arbeitet seit Dezember 2011 am Airport Frankfurt (Foto: Condor)

In Frankfurt startete Condor im Dezember zudem ihren Virtuellen Assistenten. Wie in Großbritannien, wo etwa der Avatar „Holly“ eingesetzt wurde, sind die Hologramme oft als weibliche Servicekraft designt. So auch beim Fereinflieger Condor: Das lebensechte Modell einer Condor-Mitarbeiterin wurde von Tensator-Spezialisten für die schnelle Abfertigung von Warteschlangen entwickelt und installiert. Die – namenlose – Installation begrüßt die Passagiere der Fluglinie am Flughafen Frankfurt und soll den Check-in erleichtern. Während die bilinguale Condor-Assistentin schon seit Dezember 2011 ihren Dienst tut, werden digitale Kolleginnen und Kollegen jetzt auch in den USA ihren Dienst aufnehmen.

Bekommt Kollegin in den USA: Tensator-Avatar in Diensten des Flughafen Frankfurt (Foto: Tensator)

Bekommt Kollegin in den USA: Tensator-Avatar in Diensten des Flughafen Frankfurt (Foto: Tensator)

An den drei New Yorker Großflughäfen John F. Kennedy International Airport, LaGuardia und Newark Liberty International Airport haben die DS-Hologramme nun Premiere. Die auf den Namen „Ava“ getauften Virtuellen Assistentinnen sollen ab Anfang Juli in LaGuardias Central Terminal, dem Terminal B in Newark und am JFK-Terminal 5 ihren Job machen. Nach Angaben der New Yorker Port Authority ist das der erste Einsatz der Hologramme auf Flughäfen in Nordamerika.

Auch in anderen Bereichen werden Avatar-Hologramme immer wieder verwendet. Für kurzfristige Einsätze werden die digitalen Doppelgänger von David Beckham oder die tote Hip-Hop-Legende Tupac von großen Werbungtreibenden oder als Gimmick bei Konzerttourneen anderer Künstler gebucht. Einsätze bei Modeschauen oder auf Events nehmen zu. Auch im Retail-Bereich finden die Hologramme ihren Platz.

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