Quartalszahlen

Philips wieder im Plus – Display-Business bleibt draußen

- Weniger ist mehr. Nach diesem Motto löst sich Philips weiter vom TV- und Displaygeschäft. Dabei setzt der niederländische Konzern weiter auf externe Partner. Mit der Minderheitsbeteiligung TP Vision (TPV), deren Tochter MMD sowie mit Funai hat man Lösungen außerhalb des Konzerns gefunden. Das tut auch den Halbjahresergebnissen gut – denn man schreibt wieder schwarze Zahlen. von Thomas Kletschke

Verbunden, aber doch vor der Stadtmauer: Die Auslagerung der Display-Aktivitäten tut den Niederländern zahlenmäßig gut (Foto: Philips )

Verbunden, aber doch vor der Stadtmauer: Die Auslagerung der Display-Aktivitäten tut den Niederländern zahlenmäßig gut (Foto: Philips )

Die Umbaumaßnahmen im Konzern zeigen ihre Wirkung: Für das zweite Quartal konnte der Konzern einen Millionengewinn vermelden. Damit ist Philips wieder im Plus. Im zweiten Quartal verbuchte man einen Gewinn von 167 Millionen Euro – nach einem Verlust von 1,19 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg von April bis Juni um 5 % auf 5,9 Milliarden Euro. Die erfreulichen Zahlen stammen vor allem aus dem weiter stark steigenden Gesundheits-Business. Im Bereich Lightning, in dem seit längerer Zeit der Fokus auf LED liegt wurden ebenfalls gute Ergebnisse erzielt: ADer Umsatz in der Lichtsparte konnte um 6 % zulegen.

Mit lick auf die Dauerkrise im Euroraum ist man vorsichtig positiv gestimmt, und sieht derzeit Wachstumschancen in Märkten wie Russland, dem Nahen Osten, asiatischen Staaten und in den USA. In den Vereinigten Staaten will Philips seine Zusammenarbeit mit externen Partnern verbessern: Philips möchte dort ein bereits bestehendes Abkommen mit Funai ausbauen. Das japanische Unternehmen verkauft in den USA Fernseher unter der Marke Philips und soll bald auch den Vertrieb von Hifi-Geräten oder Lautsprechern in Nordamerika stemmen. Start des neuen Abkommens ist der 1. September 2012.

Seit diesem Jahr ist das TV- und Displaygeschäft außerhalb von Philips angesiedelt. Durch die Auslagerung insgesamt ergibt sich laut Am 1. April hatte Philips es in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem taiwanesischen Hersteller TPV eingebracht, die Holdinggesellschaft TP Vision Holding BV. Philips hält eine 30-prozentige Beteiligung an TP Vision. Die Arbeitsteilung sieht so aus, dass TPV produziert und Philips durch Lizenzgebühren seine Einnahmen erzielt. TP Vision ist wiederum 100-prozentiger Eigner von MMD.

Der konzernmäßige Umbau hat Philips bilanzmäßig sehr gut getan. Hatte das TV- und Display-Business im zweiten Quartal noch ein Minus von 97 Millionen Euro gebracht, so resultieren im neuen Quartalsbericht aus dem beendeten Displaygeschäft nun 7 Millionen Euro Nachsteuergewinne.

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