Airport Media Award

Juli-Sieg geht an Windräder von GE

- Den Juli-Gewinn beim Aiport Media Award holte der US-Konzern General Electric mit seiner GE-Kampagne. Am Airport in Frankfurt ließ GE virtuelle Windräder auf einer Videowall drehen. Im Gegensatz zur Juroren-Entscheidung war der Publikumsliebling aber eine andere Außenwerbekampagne – die auch invidis-Leser kennen. von Thomas Kletschke

General Electric dreht am Frankfurter Airport das große, virtuelle (Wind)-Rad (Foto: Initiative Airport Media)

General Electric dreht am Frankfurter Airport das große, virtuelle (Wind)-Rad (Foto: Initiative Airport Media)

General Electric (GE) setzt  mit einer einfachen, aber mitreißenden Idee am Frankfurter Flughafen Maßstäbe. Das Konzept: Eine riesige Promotionsfläche steht mitten im Terminal 1, davor gestikuliert ein Flughafengast – und bringt mit seinen Bewegungen auf der  3,5 x 2,5 Meter großen Multi-HD-LCD-Videowand virtuelle Windräder in Schwung.  Die so erzeugte Energie lässt die Skyline im Hintergrund aufleuchten. Sein Handeln zeigt direkt Wirkung, er wird ein Teil der Installation – diese interaktive Einbindung ist der Schlüssel zum Erfolg der Aktion.

Die Inszenierung gehört zur großangelegten B2B-Imagekampagne „Wir sind das GE in GErmany“ von General Electric. Das Ziel: Erneuerbare Energien in Kombination mit den Windrädern von GE ins Bewusstsein der Entscheider-Zielgruppe zu bringen – und das nachhaltig. Dafür setzt das Unternehmen auf eigenes Erleben und die neue GEsture Recognition Technology, die die Steuerung von Bildschirm-Inhalten durch Bewegungen ermöglicht. Damit schafft GE eine neue Form der Besucher-Integration und des Dialogs zwischen Marke und Zielgruppe. Der passende Ort für die Umsetzung ist der Flughafen Frankfurt als Knotenpunkt mit zahlreichen Geschäftsreisenden.

Auch Juror Thomas Toporowicz lobt die Wahl des Standorts. Als Gründer eines Out-of-Home Spezialmittlers kennt er sich mit Außenwerbemedien aus: „Kaum ein Raum des öffentlichen Lebens ist für innovative B2B-Kampagnen geeigneter als die modernen Terminals deutscher Flughäfen. Hier trifft man verstärkt die Zielgruppe der Entscheider und diese häufig in einer Wartesituation.“

Sixt will hoch hinaus: Der Radarturm ist 40 Meter hoch (Foto: Sixt)

Publikums-Favorit Sixt will hoch hinaus: Der Radarturm ist 40 Meter hoch (Foto: Sixt)

Der Juli-Juror kennt sich aus: Nach mehr als 20 Jahren Media-Beratung in Agenturen wie Team/BBDO, EuroRSCG und Carat machte sich Thomas Toporowicz 2007 mit der Gründung eines Out-of-Home Spezialmittlers innerhalb der It Works Gruppe selbstständig.

„General Electric beweist mit seiner Kampagne eindrucksvoll, wie werbungtreibende Unternehmen dies für ihre Kommunikationsziele effektiv und intelligent nutzen können. Der Anstieg der Brand Awareness von 21 auf 47 Prozent ist dabei ein überzeugender Erfolgsmaßstab“, sagt Toporowicz.  Auch die Umsetzung hält er für stimmig: „ GE und die beteiligten Agenturen erhalten den Airport Media Award für ein überzeugendes Gesamtkonzept, einen starken zielgruppenaffinen Auftritt am Airport und für neue Maßstäbe der Interaktion.“

Juror: Brand-Awareness steigt aufgrund der GE-Kampagne stark an

Die interaktive Werbe-Aktion von GE lief vom 1. November bis 29. Dezember 2011 am Flughafen Frankfurt. An der Imagekampagne wirkten die Hamburger Agentur Jung von Matt/Fleet und die Düsseldorfer Mediaagentur OMD Germany/OMG Fuse mit.

Während GE beim Juror punktete, setzte sich beim Public Voting das Werbe-Leuchtfeuer von Sixt mit dem Slogan „Zu Sixt! Leuchtet ein.“ durch. Dafür funktionierte der Autovermieter den 40 Meter hohen Radarturm am Hamburg Airport zu einem Leuchtturm  um.

Der Airport Media Award, den die Initiative Airport Media für die kreativste Werbung an Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vergibt, wird monatlich von einem Entscheider aus Marketing oder Medien aus allen Bewerbungen des Monats gekürt. Agenturen und Werbungtreiben können kreative Kampagnen hier einreichen. Für den August ist dies der 30. September 2012. Der Juror für den Monat August ist Dr. Jost Schwaner, CEO von ElitePartner.

 

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