Airport Media Award

Champi(gn)on Sixt gewinnt im September am Airport Bremen

- Wie schon im Vormonat wurde eine Installation am Flughafen in Bremen Sieger beim Airport Media Award (AMA). Und mit Sixt hat ein mehrfacher AMA-Gewinner des Jahres 2012 erneut beim Juror gepunktet. Insgesamt fünf tragenden Säule am Airport Bremen ließ der Autovermieter zu überdimensionalen Pilzen umgestalten. Jung von Matt/Fleet und die Produktionsfirma Krause in Berlin gestalteten die Säulen – drei in der Gepäckausgabe und zwei im Abholbereich – für Sixt um. von Thomas Kletschke

Sixt ist Champion mit Riesen-Champignons (Foto: Initiative Airport Media)

Sixt ist Champion mit Riesen-Champignons (Foto: Initiative Airport Media)

Der begehrte Preis der  Initiative Airport Media geht erneut an den Autovermieter. „Sixt ist der Preischampion“ steht in großen Lettern auf den orangenen Säulen. Mit Wortwitz, einem Augenzwinkern und einer kreativen Kampagne setzt sich Sixt im September erneut gegen eine starke Konkurrenz durch. Damit geht der Airport Media Award bereits im zweiten Monat in Folge an den Airport Bremen, der auch den August-AMA in die Hansestadt holen konnte.

Für Juror Max Foster, Geschäftsführer DFDS Seaways Deutschland, passt die prämierte Aktion im Hinblick auf die Kampagnenkonsistenz zunächst nicht zu Sixt. „Sixt verwendet regelmäßig Billboards, die eine prägnante Textbotschaft mit einem einfachen Motiv verbinden. Inhaltlich bleibt das Unternehmen meist bei süffisanten Sprüchen zum politischen und gesellschaftlichen Geschehen, zum Beispiel bei der Griechenlandkrise (Sixt akzeptiert wieder Drachmen). Die Themen sind allesamt humorvoll und oftmals auch intelligent. Manchmal ist das Motiv der Aufhänger, manchmal der Text.“ Die aktuelle Kampagne bricht laut Foster mit diesem Muster – und funktioniert trotzdem.

Die Begründung: „Sixt hat auf originelle Art den Flughafen als Werbemedium eingesetzt. Die dazu verwendete Verfremdung an prägnanten Stellen ist sehr deutlich und vor allem ungewöhnlich. Allein durch die Nutzung und Bespielung der individuellen Beschaffenheit des Flughafengebäudes wird schon eine gewisse Einmaligkeit hergestellt.“ Auch breche das Einbringen großer Champignons in einen komplett fremden Zusammenhang mit gewohnten Rezeptionsmustern. Das Werbemittel sei klar auf visuelle Aufnahme ausgerichtet. Die ungewöhnliche Gestaltung sei der Magnet, der die Wahrnehmung der Kunden auf sich zieht, so der Juror weiter. „Im zweiten Schritt nimmt das Wortspiel die Gestaltung auf und deutet auf die eigentliche Message hin: Sixt ist günstiger als die unmittelbaren Marktbegleiter am POS. Hier steht also nicht die Botschaft in der Gesamtheit des Werbemittels im Vordergrund. Sie wird aber durch das eigenartige und einmalige Motiv vom Rezipienten stärker aufgenommen, als wenn sie rein textlich angeboten worden wäre“, sagt Max Foster.

Mechanik des Billboards wird auf Säule übertragen

Am Ende sind auch die Sixt-typischen Züge zu erkennen: „Zusammenfassend kann man sagen, dass Sixt gekonnt die Mechanik des Billboards auf ein anderes Medium übertragen konnte, selbst wenn es anfänglich nicht so aussah: Hier ist das Motiv der humorvolle Aufhänger. Das Wortspiel im Text ist zwar einfältig, funktioniert aber hervorragend mit den völlig überdimensionierten Champignons und wird dadurch geadelt. Alles in allem also eine außergewöhnliche, aufmerksamkeitsstarke Kampagne, die den Airport in seiner Architektur mit einbezieht und dabei noch humorvoll-augenzwinkernd einen Preisvorteil kommuniziert.“

Die Teilnehmer des Public Votings sahen im September eine andere Kampagne vorn: das iFeedback-Special zur EM 2012 der Telekom Deutschland GmbH. An insgesamt acht Airports konnten Fußballfans vom 8. Juni bis 1. Juli die Spiele und einzelne Spieler der deutschen Nationalmannschaft bewerten. Nach jedem Spiel wurden die Ergebnisse in Echtzeit durch die BHM Media Solutions auf Facebook gepostet und an die Teilnehmer des Votings zurückgespielt. Die einfache Interaktion mittels QR-Code ermöglichte eine netzwerkübergreifende interaktive Kampagne ohne zusätzlichen Hardwareaufwand. In Kombination mit Social Media war auch der Rückspielkanal an die teilnehmenden Endverbraucher leicht zu betreiben. Eine gelungene Kampagne – das fanden rund 70 Prozent der Teilnehmer des Public Votings und machten die Telekom zum Publikumsliebling im September.

Über die Kampagnen im Public Voting kann nach Ende der Einreichungsfrist online hier abgestimmt werden. Agenturen und Werbetreibende können kreative Kampagnen online hier einreichen. Einsendeschluss ist immer das Ende des jeweiligen Folgemonats. Für den Oktober ist dies der 30. November 2012.

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