Sonderausgabe invidis professionell

Twitterwall und Touchtisch im Hörsaal

- Digitale Technik verändert den Bildungsbereich. Eine Forschungsgruppe der Universität Konstanz testet, was bald Studentenalltag sein könnte. von Stefanie Schömann-Finck

In Konstanz testet eine Forschungsgruppe digitale Technik im Bildungsbereich und entwirft Einsatzszenarien
© Universität Konstanz

Forschungsgruppe Mensch & Computer – das klingt erst einmal wenig spannend. Doch was das Team um Professor Harald Reiterer erforscht, könnte den Alltag an Schulen und Universitäten verändern. Eine große Rolle spielt dabei auch das SUR40, der Multitouch-Tisch von Samsung. Zum Beispiel bei der „Blended Library“. „Bibliothekare und Nutzer arbeiten gemeinschaftlich zusammen und nicht mehr getrennt durch Monitor und Maus“, erklärt Reiterer. „Wenn Sie ein Buch auf den Tisch auflegen, erscheinen Empfehlungen – allerdings nicht nur ähnliche Titel, sondern eine überraschende, teilweise sogar konträre Buchauswahl.“ Das sei hochspannend und effektiv, glaubt die Forschungsgruppe der Universität Konstanz.

Bisher wurde das System im kleinen Rahmen getestet, 2013 wird es eine größer angelegte Pilotphase geben und 2014 soll das System dann endgültig „live gehen“. Nicht nur die Bibliothek sondern auch Vorlesungen sollen sich gehörig wandeln, wenn es nach Reiterer geht. Dabei denkt er weiter, was es in Ansätzen schon gibt. „Im Hörsaal stellen wir uns eine große Videowand vor, über die Multitousch-Tische interagieren können.“ Für ein juristisches Seminar entwickelt das Team eine Twitterwall, auf der Studenten ihre Fragen posten können. Der Referent sieht diese auf seinem Pult und kann spontan darauf eingehen.

Auch im Klassenzimmer soll mehr digitale Technik für höhere Aufmerksamkeit sorgen. Und auch hier stehen Multitouch-Tische wie das SUR40 im Mittelpunkt. Die Tische sollen für Einzel- und Gruppenarbeiten dienen und auch in Verbindung mit Objekten nutzbar sein. Die Schüler schreiben zudem mit digitalen Stiften und übertragen ihre Arbeiten wireless zum Lehrer, auf die interaktive Tafel oder den Touchtisch. Der Lehrer kann dann gezielt darauf eingehen und, so erträumt es sich Reiterer, Schüler individuell fördern.

Mehr zum Thema und das ausführliche Interview mit Harald Reiterer finden Sie auf den invidis-Sonderseiten und in der Sonderausgabe der invidis professionell kostenlos zum Herunterladen.

 

 

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