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Einstieg bei Sharp – Foxconn will weiter verhandeln

- Wie heute morgen berichtet, beteiligt sich der südkoreanische Konzern Samsung beim schlingernden japanischen Hersteller Sharp. Jetzt machen erneut Gerüchte die Runde, nach denen die im letzten Jahr geplante und mehrfach verzögerte Beteiligung der taiwanesischen Gruppe Hon Hai/ Foxconn nicht realisiert wird. Aktuell dementiert Foxconn die Marktgerüchte. von Thomas Kletschke

Sharps IGZO-Technologie ist gefragt - 32 Zoll-Display PN-K321H (Foto: Sharp)

Sharps IGZO-Technologie ist gefragt – 32 Zoll-Display PN-K321H (Foto: Sharp)

Bereits Ende Februar berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg über ein immer wahrscheinlicheres Scheitern der Verhandlungen. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) nahm in ihrer heutigen Printausgabe Bezug auf die noch nicht ausverhandelten genauen Bedingungen für den offiziell von beiden Seiten gewollten Einstieg der Taiwanesen (invidis berichtete mehrfach). Die FAZ berichtet von einem bevorstehenden wahrscheinlichen Ende der Nachverhandlungen zwischen Hon Hai und Sharp. Dabei scheint es, dass vor allem die Japaner nicht mehr begeistert von einem Einstieg von Hon Hai beziehungsweise Foxconn sind. Sowohl Bloomberg, als auch die FAZ deuten das an.

Von Foxconn gab es jetzt ein erstes Dementi. Wie die britische Website PC Advisor berichtet, habe sich Foxconn klar für weitere Verhandlungen ausgesprochen. Zudem wolle man auch weiterhin gemeinsam die Fertigungslinie in Sakai gemeinsam betreiben. Diese seit Mitte 2012 gemeinsam betriebene Plant liefere erste Erfolge („fruitful results“), heißt es weiter.

Mit dem Samsung-Deal ist Sharp einerseits unter südkoreanischen Einfluss geraten – befindet sich aber ebenfalls in der Position der Braut, um die mehrere Prinzen buhlen. Grund sind die technologischen Assets der Japaner, die für andere Konzerne wichtig sind. Ob die beiden Konkurrenten Hon Hai/ Foxconn und Samsung nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch auf längere Sicht als Aktionäre bei Sharp involviert bleiben wollen, bleib abzuwarten. Vorausgesetzt, Foxconn und Sharp einigen sich entgegen der Marktgerüchte, könnte es auch zu einer Bieterschlacht kommen, die Sharp vielleicht in seiner Unabhängigkeit beschneiden würde. Allerdings würde jede weitere – vor allem strategische – Beteiligung dem Konzern helfen, aus seiner immer noch misslichen finanziellen Lage herauszukommen.

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