Case Study

IPTV-Netz für 5000 Mitarbeiter – DVC installiert bei der KfW

- Die Andechser Digital Video Competence GmbH (DVC) hat Planung und Einrichtung eines neuen IPTV-Netzes in den drei deutschen Niederlassungen der KfW-Bankengruppe abgeschlossen. Zum Einsatz kommen dabei Lösungen von Exterity. Rund 5.000 Banker werden hierzulande mit Infos versorgt – auch die Londoner und Brüsseler Kollegen können zugeschaltet werden, wenn schnelle Entscheidungen gefordert sind . von Thomas Kletschke

Frankfurter KfW-Zentrale von Innen - Atrium der Ostarkade mit Wendeltreppe (Foto: KfW)

Frankfurter KfW-Zentrale von Innen – Atrium der Ostarkade mit Wendeltreppe (Foto: KfW)

Neues aus der Anstalt: Die KfW hat sich ein neues Inhouse-IPTV-Netzwerk gegönnt. Einerseits will die damit ihrem Ruf als sparsame Förderbank gerecht werden – außerdem will man das im Jahr 2012 mit einem Rebranding gestartete Auffrischen des eigenen Image fortsetzen. Gilt sie in der öffentlichen Wahrnehmung bei Häuslebauer und Unternehmen doch oft genug noch als „die Bank, die die günstigen Kredite für’s Solardach bereitstellt“ – oder die „einspringt, wenn meine Hausbank mal wieder nicht will“.

Videokonferenzen sind nun kein technisches Problem mehr (Foto: KfW/ Thomas Klewar)

Videokonferenzen sind nun kein technisches Problem mehr (Foto: KfW/ Thomas Klewar)

Dabei musste sich die in die öffentlich-rechtliche Unternehmensform Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) gegossene Bank mit Hauptsitz in Frankfurt/ Main auch bisher nicht verstecken: Sie gilt als drittgrößte nationale Förderbank weltweit. Hierzulande ist das zu 80% in Bundesbesitz befindliche und zu 20% den Bundesländern gehörende Institut – gemessen an der Bilanzsumme – die drittgrößte Bank.

Erst Anfang April 2013 hat man den eigenen Onlineauftritt ge-relauncht, um die Außenwirkung moderner und zeitgemäßer zu machen. Aber auch KfW-intern ist man nun up to date. Die Mitarbeiter in der Zentrale in der Frankfurter Palmengartenstraße und den beiden weiteren deutschen Niederlassungen in Bonn und Berlin werden dank IPTV zuverlässig mit aktuellen Nachrichten versorgt. Denn viele der Banker müssen tagesaktuelle Entscheidungen treffen. Die KfW Bankengruppe setzt die jetzt implementierte Corporate IPTV Lösung in verschiedenen Bereichen ein: Einspeisung von Nachrichtensendungen, Telekonferenzen, Meetings oder Diskussionsrunden gehören zu den Anwendungen.

Unerwünscht – zu hoher Aufwand

Das Pflichtenheft hatte es in sich: Eine Corporate IPTV-Lösung für mindestens 4.500 Mitarbeiter war gefordert, die die bestehende Netzinfrastruktur nutzen kann. Bei allen Installationen waren zudem die hohen Sicherheitsanforderungen im Sektor Banking zu beachten. Zudem sollten Installations- und Wartungsaufwand auf ein Minimum reduziert werden. „Die alte Koaxial-Verkabelung erwies sich als zu unflexibel und ’starr‘ und konnte mit den wachsenden Anforderungen nicht mithalten“, sagt Jens Biewald, von der KfW dazu. „Zusätzlich erwies sich der Administrationsaufwand als deutlich zu hoch.“

Die KfW Bankengruppe, stellt einige Anforderungen an die Corporate IPTV-Lösung, die für die Information, Schulung sowie Unterhaltung der Mitarbeiter gedacht ist:

– Einspeisung von DVB-S/S2 Signalen ins Netzwerk, wobei diese Information den Vorständen, Bereichen
Kommunikation, Händler und anderen, an den Meeting-Places und der Kantine zur Verfügung gestellt werden sollen
– Einspeisung von Live-Video-Konferenzen in das Netzwerk und auch umgekehrt Einspeisung von DVB-S/S2-,
Kamera-, PC-Desktop-Signalen und VoD-Content in die Video-Konferenz-Anlage
– Einspeisung von HD-SDI-Signalen. Bei größeren Versammlungen wie Bereichsversammlungen wird von der Regie ein HDSDI-Signal zur Verfügung gestellt, das bei Bedarf ins Netzwerk eingespeist werden soll
– Möglichkeit alle Signale (DVB, Video-Konferenz, Kameras) aufzuzeichnen und später wieder zu verteilen oder als VideoOnDemand zur Verfügung zu stellen
– Interne Schulungsvideos müssen als VideoOnDemand verfügbar sein
– Nachrichten, Open Bowls (offene Diskussion) sollen als Live-Stream zur Verfügung gestellt werden
– Wiedergabe auf beliebigen PCs inklusive. Rechteverwaltung
– Wiedergabe auf LCD-Displays mittels IP-Settop-Boxen
– Verwendung der Live-Signale für Digital Signage.
– Bei Bedarf sollen die Inhalte auch im Internet und auf mobilen Endgeräten sowohl als VoD als auch als Live-Stream abrufbar sein.

Alle Features sind sowohl auf PCs, Laptops als auch an LCD-Displays verfügbar. Die DVB-S/S2-Einspeisung erfolgt in Frankfurt. Bei Bedarf können auch die Niederlassungen in London und Brüssel mit Live-Streams versorgt werden. In Frankfurt arbeiten etwa 3.800 KfW-Mitarbeiter, in Bonn sind es etwa 600, in Berlin ca. 850.

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