Museum

Mehr LED wagen – Osram lässt Lenbachhaus leuchten

- Am 8. Mai 2013 eröffnet die frisch renovierte Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München. Teil des Konzepts ist eine neue und umfassende Einbeziehung von LEDs von Osram. von Thomas Kletschke

Lenbachhaus: Neu- und Altbau (Foto: Foster + Partners)

Lenbachhaus: Neu- und Altbau (Foto: Foster + Partners)

Noch hält man sich beim Leuchtenspezialisten und bei der Stadt München bedeckt. Erst Anfang kommender Woche werden Details zum neuen Konzept bekanntgegeben. Allerdings lehnt man sich weit heraus – aus dem Lenbachhaus.

„Es ist deutschlandweit das erste Museum, das die zukunftsweisende LED-Technologie so umfassend einsetzen wird“, ist die Museumsleitung überzeugt. Angekündigt ist ein erhellendes Großprojekt, das die konservatorischen Anforderungen in höchstem Maß erfüllen und neue Gestaltungsmöglichkeiten durch variable Lichtfarben eröffnen soll. Das Konzept für die künstliche Beleuchtung, die sich kaum vom Tageslicht unterscheiden soll, wurde von Osram, dem Baureferat der Stadt München sowie dem Künstler Dietmar Tanterl entwickelt.

Lichtkünstler seit 20 Jahren

Tanterl selbst hat in den letzten 20 Jahren zahlreiche Lichtinstallationen für private Auftraggeber und Lichtkunst-Objekte in Museen gestaltet – etwa zusammen mit Ulrich Horndash für die Munich Re bis hin zum das Lichtkunstkonzept für den Münchner Petuelpark. Auch im Lenbachhaus ist Tanterl kein Unbekannter: erste Werke (damals Fotografien) waren dort bereits 1984 und im Jahr 2004 zu sehen.

Die Renovierung sowie die Um- und Neugestaltung des Lenbachhauses wurde seit Frühjahr 2009 ausgeführt. In einem europaweiten Auswahlverfahren wurde das Londoner Architekturbüro Foster + Partners mit der Entwicklung eines Sanierungskonzeptes und dem Entwurf der Umgestaltung beauftragt. Im Frühjahr 2008 hatte der Stadtrat der Landeshauptstadt München die Realisierung der Maßnahmen nach den Plänen von Foster + Partners beschlossen und dafür Mittel in Höhe von Euro 59,4 Millionen Euro bereitgestellt.

Neben der Villa aus dem 19. Jahrhundert, dem Kernstück des Museums, entstand Anfang der 1990er Jahre der unterirdische Kunstbau. Eine moderne Ausstellungshalle im Zwischengeschoss des U-Bahnhofes Königsplatz, die in ihren Ausmaßen von 120 Meter Länge auf 14 Meter Breite dem darunter liegenden U-Bahnhof entspricht. In dem vom Münchner Architekten Uwe Kiessler umgebauten Ausstellungsraum finden Ausstellungen von der Klassischen Moderne bis hin zu aktuell diskutierten Künstlern statt.

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