Technologie

Laser und LED – Autonomes Autokino von Mercedes

- Kürzlich zeigte Daimler seine SUV Studie GLA. Das Concet Car bietet neben schickem Interieur und starker Motorisierung gleich noch Kameras sowie zwei eigene Laserbeamer – mit denen man die Umgebung „bestrahlen“ kann. von Thomas Kletschke

Projektoren und PS: die Studie GLA als fahrendes Kino (Foto: Daimler AG)

Projektoren und PS: die Studie GLA als fahrendes Kino (Foto: Daimler AG)

Nein, bestellen können Sie dieses Auto nicht, das vor kurzem in Shanghai gezeigt wurde. Wie Daimler gegenüber invidis.de jetzt bestätigt, wird das eigene Autokino so wohl nicht in Serie gehen. Schade eigentlich; sind doch die Scheinwerfer als Fahrlichter, wie auch als private Projektoren einsetzbar. Die beiden Laserbeamer ergeben also durchaus einen zusätzlichen Sinn – wenn es um die große Show geht. Invidis meint: so ein Auto ist zu schade, um nicht von Werbungtreibenden und Ausstellern als projezierender Blickfang auf Messen und Veranstaltungen eingesetzt zu werden.

Neben LEDs zur Beleuchtung sind die Frontscheinwerfer des Concept GLA sind mit jeweils einem Laserbeamer ausgerüstet. Sie können auch Bilder und Filme auf Leinwände oder Flächen projezieren. Als Quelle können alle Formate dienen, die über die im Armaturenbrett des Wagens verbaute Kommandozentrale COMAND Online verwaltet werden: Bilder und Filme aus dem Smartphone, aus dem Netz oder von der Festplatte.

Eigener Actionfilm möglich

Alternativ wird die Action live produziert: Denn der Concept GLA besitzt zwei Kameras, die vorne in der Dachreling sitzen. Aber nicht nur 3D-Aufnahmen während der Fahrt des Concept GLA sind möglich: Die HD-Kameras lassen sich abnehmen und zum Beispiel auf einem Mountainbike-Helm befestigen. Je ein zusätzlicher Scheinwerfer an jeder Kamera sorgt für gute Beleuchtung in allen Situationen. Alternativ zur Projektion lassen sich die Filme auch im Innenraum auf dem Bildschirm von COMAND Online betrachten.

Blau schimmernde LED als Blinker, Laser als Scheinwerfer (Foto: Daimler AG)

Blau schimmernde LED als Blinker, Laser als Scheinwerfer (Foto: Daimler AG)

Die Laserbeamer sind nach Konzernangaben mehr als eine Fingerübung der Techniker und Designer von Mercedes-Benz. Als Fortführung des Head-Up-Displays könnten sie für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen: So ließen sich mit Hilfe dieser Technologie beispielsweise die Abbiegehinweise des Navigationssystems als Pfeile auf die Fahrbahn projezieren – auch andere Verkehrsteilnehmer könnten so sehen, wohin der Fahrer will.

Laser liefert Fahrlicht – LED als Blinker

Die bläulich schimmernd beleuchteten Scheinwerfer des Concept GLA sind aber nicht nur wegen der Laserbeamer und ihrer sichtbaren Kühlung mit einem rotierenden Lüfter interessant. Bei der „Coming-home“-Funktion pulsiert das blaue Licht und signalisiert, dass das Fahrzeug auf seinen Fahrer wartet.

Während das Fahrlicht erstmals von einem Laser erzeugt und über eine Spiegellinse umgelenkt wird, dienen für das Tagfahrlicht in Form der charakteristischen Fackel und für die Blinker jeweils LED. Die Blinker wurden als digitales Lauflicht realisiert und sind damit eine Weiterentwicklung der „La-Ola“-wellenartigen Konstruktion beim Concept Style Coupé.

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