Todesfall

Swisscom-CEO Carsten Schloter verstorben – Suizid mit 49

- Die Swisscom trauert um ihren CEO Carsten Schloter. Am gestrigen Dienstag wurde der gebürtige Deutsche an seinem Wohnort im Raum Freiburg tot aufgefunden. Die Polizei geht von einem Suizid aus. von Thomas Kletschke

Swisscoms CEO Carsten Schloter ist tot - die Polizei geht von Suizid aus (Foto: Swisscom/ Stefan Walter)

Swisscoms CEO Carsten Schloter ist tot – die Polizei geht von Suizid aus (Foto: Swisscom/ Stefan Walter)

In einer knappen Mitteilung teilte der Schweizer Konzern am gestrigen Dienstag mit, dass Schloter verstorben ist – und sich nach bisherigen Erkenntnissen selbst das Leben genommen hat. Die genaueren Umstände des Todes würden durch die Behörden noch abgeklärt. Mit Rücksicht auf die Familie werden aber keine weiteren Angaben gemacht.

„Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und die Mitarbeitenden sind zutiefst betroffen und sprechen der Familie und den Angehörigen ihr Beileid aus“, sagt Hansueli Loosli, Präsident des Verwaltungsrats in der Stellungnahme. Die Führung des Unternehmens wird ad interim vom stellvertretenden CEO Urs Schaeppi übernommen, Leiter von Swisscom Schweiz.

Der Schweizer Konzern kommuniziert seine Trauer auch über die Homepage (Screenshot: invidis.de)

Der Schweizer Konzern kommuniziert seine Trauer auch über die Homepage (Screenshot: invidis.de)

Über Frankreich in die Telekommunikationsbranche

Betriebswirt und Informatiker Schloter arbeitete ab 1985 für Mercedes Benz France und baute die Benz-Tochter Debitel auf. Von 1992 war Schloter bis 1994 Mitglied der Geschäftsleitung von Debitel France. Später wechselte er zur deutschen Debitel – über den Mobilfunkanbieter kam Carsten Schloter in die Telekombranche. Im Jahr 2000 fing er bei Swisscom an und leitete dort zunächst Swisscom Mobile. Im Jahr 2006 wurde er zum CEO von Swisscom ernannt.

Carsten Schloter galt als sehr beliebter Unternehmenschef. Schloter hinterlässt drei Kinder; seine Ehe wurde geschieden. Der ehemalige Swisscom-Konzernchef räumte nach der Scheidung öffentlich ein, dass er sich zu wenig Zeit für die Familie genommen habe. Seit gestern erinnert die Swisscom auf ihrer Internetseite an den verstorbenen CEO – das Konterfei Schloters ist mit seinem Geburts- und Sterbejahr versehen.

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