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Interview

"Haben den Bereich Mobile stark erweitert" - Roland Grassberger

invidis.de sprach mit Grassfish-CEO Roland Grassberger über die Vielfalt in der digitalen Kommunikation - und wie sich die Firma aus Wien darauf einstellt.
Firmengründer und CEO Roland Grassberger investierte jüngst stark in neue Manpower fürs Unternehmen (Foto: Maria Noisternig)
Firmengründer und CEO Roland Grassberger investierte jüngst stark in neue Manpower fürs Unternehmen (Foto: Maria Noisternig)

invidis: Seit einigen Jahren ist Grassfish im Digital Signage-Markt aktiv. Kürzlich gab es einen Relaunch bei Ihnen. Was hat sich noch geändert?

Roland Grassberger: Seit Ende 2005 sind wir im Markt, der unsere Systeme gut angenommen hat. Und zwar zunehmend als Teil eines umfassenderen digitalen Marketings. Die Anforderungen auf Kundenseite haben sich verändert: Auf großen Bildschirmen wird viel mehr Interaktivität und Integration mobiler Devices eingefordert, als noch vor drei Jahren.

invidis: Was bedeutet das für ein Unternehmen wie Grassfish?

Roland Grassberger: Für die Contentsteuerung heißt das: die Anzahl der zu unterstützenden Plattformen nimmt stark zu. Insgesamt geht es im Digital Signage-Markt weg von rein Windows-basierten Systemen. Daneben sind Linux und Android zunehmend stark im Markt verankert.

invidis: Wo steht dann DS im Bezug zu anderen Kommunikationsformen?

Roland Grassberger: Digital Signage ist lediglich ein Teil der Digital Media-Palette. Allerdings können DS-Systeme weiterentwickelt werden, etwa zur Ansteuerung von Android-Tablets und anderer Devices.

invidis: Für Sie als Unternehmensleiter bedeutet das, ab zum CFO und mehr Mittel freischaufeln? 

Roland Grassberger (lacht): So in etwa. Im Ernst: vor 2 Jahren haben wir mit der Entwicklung neuer Produktkanäle begonnen. Als ersten Schritt haben wir dann unseren „Interactive Tablet Manager für Android“ gebaut. Der ganze mobile Bereich wurde gestärkt: Apple-kompatible Apps fürs iPad, auch Apps fürs recht junge Windows 8: all das haben wir angestoßen. Vor allem im Handel sind diese Technologien gefragt, für die Multichannel-Kommunikation. Dazu haben wir investiert. In den letzten Jahren haben wir unser Team auf 35 Mitarbeiter aufgestockt. Schließlich haben wir inzwischen eine sehr heterogene Endgerätelandschaft, die wir bespielen wollen und können.

invidis: Welche Kundengruppen sind wichtig für Grassfish?

Roland Grassberger: Wir haben zwei starke Standbeine: Corporate Communications sowie den Handel. Bei Retail haben wir einige Bereich gut durchdrungen: Autohersteller, Banken sowie den Elektrohandel.

invidis: Und welche Unternehmen sollen als Kunden neu hinzukommen?

Roland Grassberger: Der Hauptmarkt, den wir adressieren, das sind alle Unternehmen mit Filialstruktur. Firmen, die DS bisher nicht einsetzen, möchten wir überzeugen, indem wir ihnen den Einstieg erleichtern. Etwa mit dem neuen einfach verwendbaren Video Wall Manager.

invidis: Welche Produktstruktur gibt es aktuell?

Roland Grassberger: Neben Digital Signage, wo wir die Software Digital Signage Manager Pro und die für Video Walls pflegen, sind die Bereiche Interactive & Mobile und Special Purpose wichtig. Zu letzterem zählen digitale Beschilderungssysteme. Auch Digital Media Experience für Cisco-Systeme bauen wir aus. Neu hinzugekommen und spannend sind auch Anwendungen, die mit der Raspberry Pi-Plattform laufen. Die ist smart, wird unserer Meinung nach am Markt bestehen und eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten. Im vierten Quartal 2013 soll der Bereich Tablets ausgebaut werden.

Herr Grassberger, danke für das Gespräch!

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