Planung und Installation

Digital Signage bei Franchise-Unternehmen

- Digital Signage und Franchise: Das kann nur dann zusammen passen, wenn schon bei der Planung und weit vor der Installation die genauen Vorgaben der Franchisegeber eingehalten werden. von Thomas Kletschke

Entwicklung beim Franchising 2002 bis 2012 (Grafik: DFV/ Deutscher Franchise-Verband e.V.)

Entwicklung beim Franchising 2002 bis 2012 (Grafik: DFV/ Deutscher Franchise-Verband e.V.)

Wie wir gestern im Samsung-SoC-Blog berichtet haben, ist eine der fünf Installationen bei Münchner und Passauer Händlern bei einem Franchisenehmer aus dem Bereich Gastronomie. Sogar ein zweites Unternehmen, das jetzt mit den Displays arbeitet, arbeitet auf dieser Basis. Das Reisebüro im Bahnhof – eine 100%-Tochter der DB Vertrieb GmbH – dessen Filiale im Münchner Ostbahnhof nun über zwei nagelneue 55-Zöller verfügt, ist Franchisenehmer des 1979 gestarteten Reiseanbieters DERPART. Und kann dennoch als Vollreisebüro die ganze Palette an Leistungen anbieten, die Kunden erwarten.

Für eine SoC-Installation hat sich auch Bernd Brencher entschieden. Er betreibt als Franchisenehmer in Poing einen Subway. Und wird im Rahmen der von Subway vorgegebenen Richtlinien seinen eigenen Schwerpunkt im Schnellrestaurant setzen. Bald wird sein Subway über zwei nagelneue Professional Displays verfügen.

Über alle Branchen präsent

Franchise-Unternehmen begegnet man an allen Ecken: Neben dem Dienstleistungssektor, Gastronomiebetrieben und Händlern gibt es auch Franchisesysteme im Handwerk. Ein Gang durch die Innenstadt reicht – und schon sind Franchiseunternehmen allgegenwärtig. Neben Burger King und San Franciso Coffee Company finden sich eine Reihe weiterer Unternehmen, die man vielleicht zunächst als Filialen einer Kette eingeordnet hätte. Wussten Sie, dass etwa Reno-Schuhe oder Einrichter BoConcept ebenfalls dazugehören?

In der Vergangenheit gab es auch einige Franchisesgeber, die im Bereich Digital Signage unterwegs waren. Etwa NetGuide Terminals aus Düsseldorf, die mit Info-Terminals ihr Geld verdienen. Allerdings scheinen deren Terminals im Markt nicht besonders gefragt zu sein.

Innerhalb der letzten zehn Jahre wuchs allerdings der Franchise-Markt stark, wie die Grafik des Deutsche Franchise-Verbands zeigt. Deutschlandweit setzten 2012 insgesamt rund 73.000 Franchisenehmer mit 546.000 Beschäftigten 61,2 Milliarden Euro um.

Marketing mit Vorgaben

Zum Wesen des Franchising gehört, dass die Franchisenehmer zwar eigenständige Unternehmer sind – sich aber strikt an Vorgaben des Franchisegebers halten müssen. Das betrifft auch den Bereich Marketing und Werbung. Für Digital Signage-Projekte bedeutet das, dass man nicht irgendwo einen Screen im eigenen Laden aufhängen kann. Bestimmte Plätze sind meist tabu – oder werden nur nach Abstimmung freigegeben. Ein Menueboard oberhalb der Fritteuse etwa.

Zudem kann man als Franchisenehmer nicht beliebige Inhalte abspielen. Klar: Für direkte Konkurrenten wirbt man nicht. Aber auch andere Sachen sind oftmals nicht drin: In einer Mc Donald’s-Filiale wird kaum je Werbung für den Rewe laufen. Denn dort gibt es ebenfalls Salate und Getränke.

Dennoch werden professionelle Displays auch bei Franchisenehmern eingesetzt, vor allem im Bereich Ambient: Musik-Clips etwa animieren zum Verweilen. Und Werbung ist nicht per se außen vor – allerdings laufen auf den Schirmen dann meist regionale Werbespots. Was auch immer ein Franchisenehmer auf seinem Display abspielt: Er hat gegenüber dem Franchisegeber die Verantwortung.

Besondere Franchise-Ideen wurden schon öfters prämiert. Allerdings sind nahezu alle verfügbaren Rankings mit Vorsicht zu genießen, worauf jüngst Franchise-Blog.de hingewiesen hat. Auch der Spiegel mahnte Franchise-Interessierte vor kurzem aus verschiedenen Gründen zur Vorsicht.

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