Displayhersteller

Panasonic – OLED soll Plasma ablösen

- Seit Oktober ist klar, dass Panasonic früher als erwartet die Plasma-Produktion aufgeben wird. Neben LED LCD-Panels setzt der Konzern mittelfristig auf OLED. von Thomas Kletschke

Panasonic-Präsident Kazuhiro Tsuga stellt auf der CES 2013 ein OLED 4K-Modell vor (Foto: anasonic)

Panasonic-Präsident Kazuhiro Tsuga stellt auf der CES 2013 ein OLED 4K-Modell vor (Foto: anasonic)

Während man sich aus der fehlenden Marktakzeptanz – und damit letzlich Kostengründen – von der PlasmaTechnologie veranscheidet und nun bis Jahresende die verbliebenen Consumer-Modelle mit doppelter Garantielaufzeit verkauft, setzt der Konzern neben LED vor allem auf OLED.

So wurden auf der IFA und schon zu Jahresanfang erste Ultra HD-Modelle auf OLED-Basis gezeigt, etwa ein 56-Zöller mit 4K hoher Auflösung. Bisher war erwartet worden, dass die ersten Consumergeräte mit OLEDs zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen könnten. Allerdings ist dieser Zeitpunkt nicht zu halten.

Serienproduktion noch nicht rund

Die eigenen Ingenieure abeiteten intensiv daran, die eigenentwickelte „RGB Printing-Methode“ für die Serienproduktion von OLED Displays weiter zu optimieren, hieß es zuletzt. „Wann wir den ersten OLED TV auf den Markt bringen werden, können wir derzeit jedoch noch nicht sagen“, sagte Armando Romagnolo, General Manager und Head of Product Marketing Audio Video & Training CE bei Panasonic Deutschland Anfang November dazu.

OLED bietet zahlreiche Vorteile, die in erster Linie die Bildqualität betreffen. Dazu gehören der erweiterte Farbumfang, das deutlich bessere Kontrastverhältnis sowie die hervorragende Bewegungsschärfe dank verkürzter Reaktionszeiten. Zudem gestattet die Technik einen Blickwinkel von annähernd 180°, sodass auch seitlich sitzende Zuschauer ein unverfälschtes Bild sehen. Organische Leuchtdioden emittieren das Licht ähnlich der Plasmatechnologie direkt, es ist also keine separate Hintergrundbeleuchtung wie bei LED LCD-TVs erforderlich. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Stromverbrauch. Sehr flache und leichte Gehäuse sind mit OLEDs ebenfalls besser umsetzbar.

Panasonic arbeitet wie andere Marktteilnehmer an kostenoptimierten Produktionsverfahren, bei denen die organischen Leuchtdioden in fortschrittlichen Druckverfahren in großen Diagonalen hergestellt werden können. Da hierfür keine teuren Vakuumräume notwendig sind und der Herstellungsprozess skalierbar ist, sollen sich in naher Zukunft marktreife OLED-Panels in attraktiven Größen zu fairen Preisen realisieren lassen, heißt es. Zudem soll durch den Produktionsprozess eine geringere Umweltbelastung ein weiterer positiver Effekt sein.

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