Frankreich

JCDecaux baut 2.000 neue Wartehallen für Paris

- SOPACT- eine 100%ige JCDecaux-Tochter – hat nach einer Ausschreibung und Zustimmung des Stadtrats von Paris, den Zuschlag für einen 15-Jahres-Vertrag über Fahrgastunterstände mit integrierten Werbeflächen in der französischen Hauptstadt erhalten. von Thomas Kletschke

Wartehallen von Marc Aurel: 2.000 werden in Paris angeschafft(Foto: Marc Aurel)

Wartehallen von Marc Aurel: 2.000 werden in Paris angeschafft(Foto: Marc Aurel)

Damit wird JCDecaux das gesamte bestehende Wartehallennetz, das 1.920 Einheiten umfasst – darunter 189 ohne Werbeflächen –, durch 2.000 neue Buswartehallen ersetzen. Gewonnen hat die Ausschreibung die inzwischen 100% zum Konzern gehörende SOPACT (Societe de Publicite des Abribus et Cabines Telephoniques).

Energieeffizient

Die neuen und besonders energieeffizienten Wartehallen wurden von dem französischen Designer Marc Aurel speziell für die Pariser Stadtlandschaft entworfen. Sie sollen eine Energieersparnis von 34,9% erreichen – und übertreffen damit die vom französischen Klimaplan vorgeschriebene 30%ige Reduktion. Ihre stromlinienförmigen Silhouetten mit verglastem Dach sind von den Umrissen der Pariser Seine-Inseln ebenso inspiriert wie von den Blättern der Bäume, die die Boulevards der französischen Hauptstadt säumen. Ebenso vorgesehen sind neue Sitzbänke sowie eine innovative modulare Beschilderung.

Barrierefrei

Die modular konzipierten Fahrgastunterstände bieten diverse neue Serviceangebote – etwa Umgebungspläne, eine Beschilderung für Fußgänger, Fahrplaninformationen in Echtzeit, die von außerhalb der Wartehalle sichtbar sind, USB-Anschlüsse, eine „Haltewunsch“-Funktion, mit der Busse zum Anhalten aufgefordert werden können, eine nächtliche Hinterleuchtung der Informationsflächen (Linienbezeichnungen, Haltestellen, Stadtpläne usw.) sowie tastbare Beschriftungen und akustische Informationssysteme, mit deren Hilfe sich Sehbehinderte über die Linien, welche die Haltestellen anfahren, informieren können. Etwa 100 Buswartehallen werden zusätzlich mit digitalen 32-Zoll-Touchscreens ausgestattet, über die lokale Informations- und Serviceangebote abrufbar sind.

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