Digital Signage Business Climate Index (DBCI) 2013

Das war das DooH-Jahr 2013

- Im zweiten Teil der Jahresauswertung des von invidis consulting erhobenen Geschäftsklimaindex geben wir Ihnen einen Einblick in Struktur und Zahlen zu Digital-out-of-Home in Deutschland, Österreich und der Schweiz. von Thomas Kletschke

Bei DooH-Netzen tat sich 2013 einiges: Videowall bei Douglas in München (Foto: Mainstream Media Solutions GmbH)

Bei DooH-Netzen tat sich 2013 einiges: Videowall bei Douglas in München (Foto: Mainstream Media Solutions GmbH)

Im Segment Digital-out-of-Home konnten sich die Marktteilnehmer über deutliche Zuwächse freuen – was sich in den Werten des Digital Signage Business Climate Index (DBCI) niederschlägt.

Die Geschäftslage und die Erwartungen entwickelten sich demnach konstant auf einem sehr guten Niveau. Das verwundert nicht, wie weitere Daten zeigen. Laut Nielsen konnte im Jahr 2013 ein Umsatzwachstum von  30% bei DooH erreicht werden. Außenwerbung hatte sich auch allgemein schon sehr erfreulich entwickelt: Am Ende des dritten Quartals näherte sich der Bereich Out-of-Home einem Marktanteil von 6% an den verschiedenen Mediengattungen, wie Zahlen zu den Bruttospendings ergaben.

Geschäftslage und Erwartungen: So entwickelte sich DooH im DBCI-Jahr 2013 (Grafik: invidis.de)

Geschäftslage und Erwartungen: So entwickelte sich DooH im DBCI-Jahr 2013 (Grafik: invidis.de)

Wie wird sich Digital-out-of-Home weiterentwickeln?

Buchungsplattformen werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen, die befragten Unternehmen wünschen sich insbesondere die einfache Auswahl von Werbeträgen nach bekannten KPIs, ergaben die Erhebungen von invidis. Dabei ist DooH ein ideales Medium für nationale Kampagnen. Lediglich 13% aller Netzwerke setzen den Hauptfokus auf Regionalwerbung, in der Mehrheit der Netzwerke werden überregionale Kampagnen ausgestrahlt.

Was wird gezeigt?

Als Content sind Produktspots und Angebote der Renner: 68% aller Werbeformate, die für Digital-out-of-Home-Netzwerke produziert beziehungsweise dort ausgestrahlt werden, stammen aus dieser Kategorie. Dabei legen die Werbungtreibenden großen Wert auf Messbarkeit: Insgesamt 84% der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass eine allgemein anerkannte und einheitliche Messung und Bewertung von DooH-Netzwerken zu einer Steigerung der Werbeumsätze führen wird. Eine standardisierte und GfK-geprüfte Messmethode für DooH-Netzwerke wird von den OVAB-Mitgliedern bereits angewendet.

Wer bucht?

Buchungen in Digital-out-of-Home Netzwerken werden derzeit eher selten von Media-Agenturen wahrgenommen. Die befragten Unternehmen geben an, dass lediglich 20-30% des gesamten Buchungsaufkommens von den Media-Agenturen getätigt werden.

Welche Netzwerke werden 2014 wichtiger?

Besonders in Deutschland gab es bei den einzelnen Netzwerken Neuigkeiten. Trotz eines guten zweistelligen Millionenergebnisses zieht sich die Deutsche Telekom aus dem DooH-Markt zurück. Ihre Netzwerke werden von der Cittadino GmbH übernommen (unter anderem: Airport, REWE, Mall, Lotto).

Auch JCDecaux sowie die Wall AG bauen das DooH-Geschäft in Deutschland aus: Neben LED-Boards, dem Flughafen Frankfurt und dem Showcase U-Bahnhof Friedrichstraße wird in den Berliner U-Bahnhöfen ein neues DooH-Netz ausgerollt, das 75 Stelen umfasst, und bis Mitte 2014 eingerichtet sein soll. Und Ströer konnte sich ebenfalls über ein starkes Wachstum von 9,3% freuen, wie invidis kürzlich berichtete.

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