Projektreport

Full HD und extrem – Signage bei einem Sportfachhändler

- Zwei Displays, cooler Content, begeisterte Kunden – der Outdoor-Spezialist Sport Denk zeigt, wie Digital Signage gerade im Einzelhandel wirkungsvoll eingesetzt werden kann. von Jörg Sailer

Das Samsung SoC Display im Kassenbereich (Bild: TK / invidis.de)

Das Samsung SoC Display im Kassenbereich (Bild: TK / invidis.de)

Retail – Eine Branche im Wandel

Der Einzelhandel in Deutschland beschäftigt etwa 3 Millionen Menschen. Die Mitarbeiter arbeiten vor und hinter der Ladentheke, in Verwaltung und Logistik. Damit sichert die Branche hierzulande nach Angaben des Handelsverband Deutschland (HDE) jeden 12. Arbeitsplatz. Weitere 1,4 Millionen Menschen sind bei Dienstleistern und Lieferanten beschäftigt. Die Branche ist ständigem Wandel unterzogen. So gewinnt der Anteil der Onlinehändler seit Jahren kontinuierlich und sehr deutlich hinzu. Die Umsätze im stationären Handel hingegen sollten im Jahr um lediglich 0,5% auf 412,1 Milliarden Euro steigen, so eine jährlich im 1. Quartal veröffentlichte GfK-Prognose.

Im Einzelhandel wird Digital Signage bereits häufig eingesetzt. Dabei existieren – neben Netzwerken – auch viele Einzellösungen bei Retailern vor Ort. Diese Umsetzungen für kleinere und mittelgroße Betriebe können ebenso spannende und überzeugende Signage-Präsentationen sein, wie die bei großen Filialisten und Handelsketten. Mit Signage können Produkte am Point of Sale effektiv beworben werden. Einkaufszentren nutzen Signage seit langem – auch viele kleinere der dort angesiedelten Händler setzen auf Displays im Verkaufsraum oder im Schaufenster.

Der Kunde

Blick in den Verkaufsraum (Bild: TK / invidis.de)

Blick in den Verkaufsraum (Bild: TK / invidis.de)

Sport Denk ist ein spezialisierter Sport-Einzelhändler im bayerischen Passau. Zum Portfolio gehören Sportgeräte und Sportbekleidung für Outdoor-Sportarten: Mountainbikes, Kletterausrüstung, Outdoor-Wear und Co. sind Kernprodukte des Portfolio. Bei den Lieferanten setzt man auf wenige Marken, die aber oftmals in großen Sporthäusern nicht zu finden sind. Zudem versteht man sich als Gesamtanbieter: Fahrräder beispielsweise werden nicht nur verkauft, sondern auch repariert. Zugleich sponsert das inhabergeführte Kleinunternehmen verschiedene Fahrradteams.

Inhaber Werner Kavcic hat Mitte 2013 seinen in einer Passauer Einkaufspassage gelegenen Laden renoviert. Grund war, dass das Jahrhunderthochwasser zuvor die gesamte Einrichtung unter Wasser gesetzt und damit unbrauchbar gemacht hatte. Nach einigen Monaten in einem Ausweichquartier konnte der Laden noch im gleichen Jahr an alter Stelle wieder neu eröffnet werden.

Verkaufsraum mit Blick auf die Fahrradwerkstatt (Bild: TK / invidis.de)

Verkaufsraum mit Blick auf die Fahrradwerkstatt (Bild: TK / invidis.de)

Dabei wurden auch die Innenräume vollkommen neu gestaltet. Neben dem konsequenten Einsatz von steuerbaren LEDs in eigenen, neuen und mit Holz verkleideten Schuhregalen im 1. Obergeschoss wird das Material auch für eine Umkleidekabine im Erdgeschoss, Stilelemente und sogar für weitere Regale benutzt. Die im hinteren Teil des Ladens gelegene Fahrradwerkstatt ist jetzt verglast. Damit können die Kunden im Verkaufsraum zusehen, wie ihre Räder repariert werden.

Unterstützt wird dies durch einen 32-Zöller von Samsung. Das SoC-Display in dieser Wartezone wird genutzt, um Full HD-Filme von Outdoor-Touren oder Downhill-Rennen zu zeigen. Die hochwertigen Inhalte sind ein Blickfang und stammen zum einen von Extremsportart-Marken, werden aber teilweise auch selbst oder von Freunden aus der gut vernetzten Sportszene produziert. Damit und mit der Möglichkeit der Integration von Facebook-Inhalten (Sport Denk auf Facebook) hat der Sporthändler ständig aktuellen und spannenden Bewegtbild-Content zur Verfügung für den keine oder vernachlässigbare Kosten entstehen. Ein weiterer 32-Zöller ist direkt am Kassenbereich im Einsatz. Die Kunden können dort beim Bezahlvorgang, aber auch beim Warten an der Kasse oder im Gespräch die stumm ablaufenden Filme anschauen.

Zielsetzung des Kunden

Die Modernisierung des Ladens sollte die Möglichkeit zur Integration von Social Media-Inhalten bieten, einfach zu bedienende Qualitäts-Displays für Full HD-Filme die Kunden unterhalten. Dabei sollten abwechslungsreiche Inhalte geboten werden, da der überwiegende Teil der Kunden Stammkunden sind. Die offene Architektur, das Licht, das durch eine große Fensterfront zur Straßenseite hereinströmt und die smarte, steuerbare und energieeffiziente Beleuchtung sollte durch hochwertige Displays unterstützt werden.

Reaktionen der Outdoor-Fans

Das neue Gesamtkonzept kommt bei den Kunden sehr gut an. Dazu gehört auch, dass man positiv überrascht von den oft wechselnden Qualitäts-Filmen ist, die viele Kunden in anderen Häusern als zu dröge wahrgenommen haben, wie eine interne Befragung ergab. Outdoor-Fans sind gerne im Freien. Sind sie schon im Ladengeschäft, freuen sie sich umso mehr, wenn es spannende Bilder von Sport im Freien gibt. Und wenn man dann noch dann und wann jemanden auf dem Film entdeckt, den man persönlich kennt, wird die Bindung an den Händler vor Ort noch stärker.

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