Digital Signage und Medienfassade

Neuer Flagship Store – So glänzt Burberry in Shanghai

- Burberry eröffnet einen neuen Flagship Store in Shanghai. In der Shopping Mall des „Jing An Kerry Centre“ verwöhnt das Modelabel seine Kunden mit Medienfassade, Digital Signage, Instore Audio und Multichannel. von Thomas Kletschke

Beleuchtete Fassade des neuen Flagship-Stores von Burberry(Foto: Burberry)

Beleuchtete Fassade des neuen Flagship-Stores von Burberry(Foto: Burberry)

Beim neuen Flagship Store, der am 24. April mit der Präsentation einer exklusiven Kollektion die Eröffnung feiert, handelt es sich um die achte Burberry-Präsenz in der mit 21 Millionen Einwohnern größten Metropole Chinas. Optisch folgt der Shop dem von Chief Creative Officer Christopher Bailey vorgegebenen Konzept, das auch in der Regent Street in London verwirklicht wurde, am Sitz des weltweiten Flagship-Stores.

Rechts vorne im Bild der nun von Burberry als Flagship-Store genutzte Bereich der Mall des Jing An Kerry Centre (Grafik/ Rendering: Kerry Properties)

Rechts vorne im Bild der nun von Burberry als Flagship-Store genutzte Bereich der Mall des Jing An Kerry Centre (Grafik/ Rendering: Kerry Properties)

Der High Street-Retailer setzt am PoS in Chinas Metropole Shanghai natürlich auch auf Technik vom Feinsten. Eine Medienfassade mit dynamischem Beleuchtungskonzept bildet das Entrée. Im Geschäft selbst setzt man auf Digital Signage sowie Instore Audio: Alleine 40 Displays sowie 130 Lausprecher sorgen für Bewegtbild- und Audio-Inhalte im Ladeninnern.

RFID-Nutzung für Signage

Mittels Technologie wird auch die Warenpräsentation geschickt genutzt: So sind ausgewählte Accecoires und Kleidungsstück mit eingenähten RFID-Chips versehen. Werden diese bei der Anprobe aktiviert, verwandeln sich einige der im Shop verbauten Spiegel in Displays, auf denen dann durch die Chips ausgelöste weitere Inhalte abgespielt werden.

Innenaufnahme des neuen Shops in Shanghai (Foto: Burberry)

Innenaufnahme des neuen Shops in Shanghai (Foto: Burberry)

Zudem setzt Burberry am PoS auf Multichannel-Angebote. Neben einem mobilen Checkout für die Kunden können auch die kundenspezifischen Einkaufsvorlieben gespeichert und durch das Personal genutzt werden. Veranstaltungen innerhalb des Ladengeschäfts sollen der Kundenbindung dienen – sie können bei Bedarf via Stream auch digital ins Web verlängert werden.

Gesamtes Sortiment erhältlich

Beim Sortiment zeigt – und verkauft – der Flagship-Store alles, was sich im Portfolio der 1856 gegründeten Marke befindet: die Linien Prorsum, Brit und London, Kidswear, Accessoires und Schuhe. Erstmals auf dem chinesischen Markt gibt es einen Burberry Beauty Room für die Beauty- und Duftkollektion. Auch Burberry-Uhren sollen in Shanghai verkauft werden.

Spiegel ist nicht gleich Spiegel: Burberry nutzt RFID, um Spiegel in Displays zu verwandeln (Foto: Burberry)

Spiegel ist nicht gleich Spiegel: Burberry nutzt RFID, um Spiegel in Displays zu verwandeln (Foto: Burberry)

Der neue Flagship-Store von Burberry ist im insgesamt 450.000 m² großen Jing An Kerry Centre gelegen, das neben der Shopping Mall auch insgesamt 113.000 m² an Büroflächen sowie ein Hotel der Kette Shangri-La umfasst. In Asien und Australien existieren eine Reihe von Kerry Centres – beispielsweise in Peking, Hong Kong oder Macao sowie in Australien und auf den Philippinen – die alle vom Immobilienkonzern Kerry Properties Ltd. betrieben werden.

China-Geschäft weiter wichtig

China ist einer der wichtigsten Märkte für Burberry. Vorigen Mittwoch veröffentlichte der Konzern seine Halbjahreszahlen (Zeitraum bis Ende März 2014). Die gesamten Erträge stiegen um 19% auf rund 1,3 Milliarden £. Burberrys Einzelhandels-Erträge beliefen sich in dem Zeitraum auf 928 Millionen £, was einer Steigerung von 13% entspricht.

Vorbild Regent Street:  der globale Flagship-Store in London im Jahr 2012 (Foto: Burberry)

Vorbild Regent Street: der globale Flagship-Store in London im Jahr 2012 (Foto: Burberry)

Man sehe weiterhin große Chancen beim Geschäft in China sowie mit chinesischen Touristen weltweit, so Burberry-CFO Carol Fairweather. Sie sagte, dass Social Media-Aktivitäten sowie am PoS in Burberry-Geschäften installierte iPads messbar dazu beigetragen hätten, dass die 158 Jahre alte Marke aus Großbritannien gerade bei jungen chinesischen Kunden höhere Sympathien genießt als Burberrys Wettbewerber.

Geadelt wegen Geschäftserfolg

Auch Konzernchefin Angela Ahrendts wies bei der Vorlage der Halbjahreszahlen auf den wichtigen Markt und die Neueröffnung des Flagship Stores in Shanghai hin. Das einzige, was Burberry momentan zu schaffen macht, ist die relative Stärke des Britischen Pfunds, die dazu führt, dass die Produkte in anderen Ländern tendenziell teurer werden. Fast ein Luxusproblem für eine Luxusmarke.

US-Managerin Ahrendts wird Burberry allerdings in diesem Jahr verlassen und – wohl ab Sommer – bei Apple als Senior Vice President of Retail and Online Stores einsteigen. Für ihre Verdienste um die britische Wirtschaft und die Luxusmarke wurde Angela Ahrendts kürzlich mit dem Titel Dame Commander of the British Empire geehrt. Da Ahrendts keine Britin, sondern US-Bürgerin ist, darf sie den Titel Dame zwar nicht vor ihrem Namen führen; stattdessen lautet ihr Name nun Angela Ahrendts, DBE.

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