Technologie

So könnten Touchscreens künftig besser gesteuert werden

- Touchscreens reagieren auf Wisch-Gesten mit 2 oder 4 Fingern oder auf 1-Finger-Druck. Viel zu umständlich, meinen US-Forscher. Jetzt haben sie mit TouchTools eine Reihe von intuitiven Gesten für interaktive Anwendungen programmiert, die sehr einfach zu erlernen sind. von Thomas Kletschke

Knipsen echt (l.) und interaktiv; radieren (u.l.) und schreiben (u.r.) mit Gesten (Screenshots/ Grafik: invidis.de)

Knipsen echt (l.) und interaktiv (r.); radieren (u.l.) und schreiben (u.r.) mit Gesten (Screenshots/ Grafik: invidis.de)

Wie überträgt man die Aktionen radieren, schreiben oder fotografieren in für Touchscreens und menschliche Anwender einfach zu erlernende und verstehende Gesten? Oder gar die Gesten für hämmern, schrauben, fräsen? Dieser Frage ist eine Forschergruppe der Carnegie Mellon University (CMU) in Pittsburgh nachgegangen.

Am Human-Computer Interaction Institute der CMU hat ein interdisziplinäres Team der Future Interfaces Group (FIG) menschliche Gesten aus der analogen Welt in die interaktiv-digitale übersetzt. Die vier Forscher Chris Harrison, Robert Xiao, Julia Schwarz und Scott E. Hudson haben insgesamt 9 neue Gesten definiert und in einer Prototypen-Software programmiert, von denen sie überzeugt sind, dass sie schnell und intuitiv erlernbar sind (siehe Video unten).

Diverse weitere einfache Lösungen ließen sich finden, schreibt das Team in einem Kurzbericht über sein Projekt. Prinzipiell könne jede digitalisierbare Tätigkeit, die mit eindeutigen Handbewegungen beschreibbar sei, hinzugefügt werden. Allerdings gehe mit zunehmenden Extra-Gesten auch eine größer werdende Verwechselungsgefahr einher – so dass das Finden und Definieren der richtigen Handbewegungen entscheidend sei.

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