Technologie

JDI startet Serienproduktion stromsparender IPS-NEO-Panels

- Geht es nach Japan Display Inc., dann ist IPS sowas von 2013: Wie der Hersteller nun bekannt gab, hat er am Standort im japanischen Mobara Produktion neuer IPS-NEO-Panels angefahren. Die Displays sollen aufgrund eines technologischen Kniffs besonders stromsparend sein. von Thomas Kletschke

Vergleich von IPS und IPS-NEO (Fotos/ Grafik: JDI)

Vergleich von IPS und IPS-NEO (Fotos/Grafik: JDI)

Wie JDI nun mitteilte, laufenen die Bänder am Standort seit Juli auf Hochtouren. Produziert werden dort aktuell die unter IPS-NEO vermarkteten neuen Display-Panels – wie bei Japan Display Inc. üblich, handelt es sich um kleinere bis mittlere Größen, die also vorwiegend für Mobile Devices und andere B2C- sowie B2B-Anwendungen gedacht sind.

Was ist neu an NEO? – Das herkömmliche IPS – also In-Plane Switching – verfügt gegenüber herkömmlichen LCDs über besser Eigenschaften beim Betrachtungswinkel. Hinter dem JDI-eigenen Trademark IPS-NEO verbirgt sich ein LTPS-Panel – also ein Niedrigtemperatur-Poly-Silikon-Substrat der 6. Generation mit Maßen von 1.500 x 1.850 mm, das zur Produktion verwendet wird. Bei diesem hat Japan Display Inc. den Energieverbrauch für hochauflösende Panel nach eigenen Angaben um 10% senken können. Ermöglicht wird das durch eine deutlich gesteigerte Lichtdurchlässigkeit der verwendeten Flüssigkristalle. Eine neue Produktionsmethode war dafür ausschlaggebend.

Herkömmliches Verfahren (l.) und Photo Alignment bei der IPS-NEO-Produktion (r.) (Grafik: JDI)

Herkömmliches Verfahren (l.) und Photo Alignment bei der IPS-NEO-Produktion (r.) (Grafik: JDI)

Mehr Licht für kleine Pixel

Die jetzt von JDI verwandte Fertigungsweise nennt sich Photo Alignment. Sie soll gewährleisten, dass die durch die Anforderungen hoher Auflösungen kleineren Pixel mehr Licht durchlassen. Dazu müssen die Flüssigkristalle einheitlich ausgerichtet werden. In den meisten herkömmlichen Ferigungsverfahren wird dazu eine Membran in fester Position über das Glassubstrat gelegt und mit einer mit Tuch versehenen Rolle über das Panel glattgezogen.

Nachteil: Unebenheiten können durch diese Produktionsmethode nicht augeschlossen werden. Stattdessen setzt JDI auf Photo Alignment. Die Methode ist seit einigen Jahren in verschiedenen Varianten der Fachliteratur beschrieben. Im Prinzip wird UV-Licht durch eine Maske auf das beschichtete Substrat gegeben.

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