Europäisches TV-Geschäft

Sharp und TPV verhandeln über Übernahme

- Sharp möchte sein TV-Geschäft in Europa abstoßen. Der taiwanesische Konzern TPV sowie Sharp bestätigen inzwischen entsprechende Medienberichte über gemeinsame Verhandlungen. TPV würde dann künftig die B2C-Displays unter Lizenz vertreiben. von Thomas Kletschke

Kommt bald wohl von TPV: Sharp-TV AQUOS LED TV LC-60LE752 (Foto: Sharp)

Kommt bald wohl von TPV: Sharp-TV AQUOS LED TV LC-60LE752 (Foto: Sharp)

Der japanische Konzern Sharp will die Produktion und den Vertrieb von Flachbild-TVs in Europa abtreten. So berichtet unter anderem Japan Times, dass Sharp sein defizitäres TV-Geschäft in Europa auf das taiwanesische Unternehmen TPV Technology per Lizenzvergabe übertragen möchte.

TPV ist eine Branchengröße: So hatte das Unternehmen vor fünf Jahren zunächst das Signage-Business von Philips und später das Consumer TV-Geschäft der niederländischen Marke übernommen. Die Philips Professional Displays werden von MMD/Philips, einer 100%igen TPV-Tochter verkauft.

Am heutigen Freitag bestätigte TPV in einer Investoren- und Börsenmitteilung, dass man entsprechende Verhandlungen mit Sharp führt. Auch Sharp hat dies inzwischen ebenfalls bestätigt.

Sharp möchte offenbar auch seine Fabrik für LCD-TVs in Polen an die Taiwanesen verkaufen, was TPV momentan nicht näher kommentiert.

invidis Kommentar
Auch wenn es sich erst einmal nur um eine mögliche Übertragung des TV-Consumer Geschäfts in Europa handelt, könnte eine Übertragung auf TPV sich auch mittelfirstig auf das professionelle Digital Signage Geschäft auswirken.

Die exklusiv angebotenen Displaygrößen von Sharp (60″,70″,80″) könnten das MMD Produktportfolio gut ergänzen.

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