OVAB Europe Digital Signage Business Climate Index (DBCI)

Russlands Branche lebt von großen Projekten

- Russlands Branche ist leicht positiv gestimmt – und kann auf große Signage- und DooH-Netze setzen, wie der OVAB Europe Digital Signage Business Climate Index (DBCI) zeigt, den invidis consulting mit Unterstützung des europäischen Digital Signage- und Digital-out-of-Home-Verbands OVAB Europe erhebt. von Thomas Kletschke

DBCI Russland: positiver Index trotzt der Krise (Grafik/ Foto: invidis.de)

DBCI Russland: positiver Index trotzt der Krise (Bild: invidis.de)

Auf dem russischen Markt verändert sich die Situation für Digital Signage sowie DooH: So sind eine Reihe von LED-Boards aus dem Straßenbild verschwunden, wie invidis kürzlich berichtete. Sie werden aber durch neue und hochwertige Digital-out-of-Home-Installationen ergänzt, die sich zudem besser in die Architektur einzelner Häuser – und stadtplanerisch sicherlich von Vorteil – bestehende Straßenzüge integrieren.

Ein Blick nach Moskau, St. Petersburg und in weitere Städte Russlands lohnt also. Auch deshalb startete invidis in diesem Jahr eine regelmäßige Ländererhebung in Russland. Und die ersten Ergebnisse des DBCI zeigen, dass der russische Markt in Bewegung ist.

Erste Daten liegen vor

Der Geschäftsklimaindex liegt für den zum ersten Mal erhobenen Zeitraum Mai/Juni 2014 bei fast 20 Basispunkten. Damit kann man von einem leicht positiven Geschäftsklima für die Digital Signage-Branche in Russland sprechen. Allerdings hatte der wirtschaftliche Abschwung im Zuge der noch andauernden Krise die russische Wirtschaft insgesamt geschwächt.

Mehr als 50% zufrieden

Abgezogenes ausländisches Kapital, ein Bärenmarkt an der Börse sowie die Abwertung des Rubels sind auch an der vom Import abhängigen Digital Signage-Industrie nicht spurlos vorübergegangen: 38,1% der befragten Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Lage nicht zufrieden. Eine gute Lage sehen 9,5% von ihnen. Das Gros von 52,4% ist zufrieden.

Dennoch gibt es auch harte volkswirtschaftliche Fakten, die für eine positive Stimmung sorgen. Mit einem Haushaltsdefizit von lediglich 1,3% des BIP befindet sich Russland im Vergleich zu dem Wert von 3,3% in der EU in einer vorteilhaften Lage. Auch daher ist die Stimmung der Unternehmen der Digital Signage-Branche immer noch gut – mit vorsichtig-optimistischen Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Denn schon 19% der Befragten sehen das kommende Halbjahr als besser für ihr Unternehmen.

Russland: Großes Land, große Netzwerke

Die befragten Unternehmen in Russland bestätigen eine nach wie vor robuste Nachfrage nach großen Digital Signage-Netzwerken im Jahr 2013. Damit unterscheidet sich der russische Markt von dem mancher europäischer Märkte wesentlich, bei denen kleine Projekte für das Gros der Umsätze sorgen. Dies trifft beispielsweise auf den DACH-Markt und auf Länder wie Italien zu.

DACH: Kleine Märkte, kleine Netze

Zum Vergleich: Im DACH-DBCI für März/April 2014 (S. 22) berichteten 55% der Marktteilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz davon, das Projekte mit bis zu 10 Displays das Tagesgeschäft dominieren – was weitere hinzugezogene Daten bestätigen. Demgegenüber wurden im Jahr 2013 in Russland fast 40% der Digital Signage-Netzwerke mit jeweils mehr als 50 Displays ausgerüstet. In den kommenden Tagen stellt invidis Ihnen einige aktuelle Großprojekte aus Russland vor.

Die wichtigsten vertikalen Märkte für Digital Signage in Russland sind Einzelhandel, Malls und DooH. Kundenbindung, Marketing und Installationen am PoS werden mehr und mehr üblich, nicht nur bei den meisten High-Street-Händlern, sondern auch bei den KMUs.

Den aktuellen DBCI für Russland finden Sie hier.

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