Displaytechnologie

Quantum Dots vs. OLED – große QD LED-Displays 50% billiger

- Der weltweite Markt für QD LEDs wächst rasant: Eine aktuelle Studie geht von einem Marktvolumen von über einer halben Millarde Dollar für das laufende Jahr aus. Gegenüber OLEDs haben größere Displays auf Quantum Dot-Basis momentan einen deutlichen Preisvorteil auf ihrer Seite. von Thomas Kletschke

Arbeitet mit QD LED - Ultra HD TV BRAVIA S90 ( Foto: Sony)

Arbeitet mit QD LED – Ultra HD TV BRAVIA S90 ( Foto: Sony)

Schätzungen für den QD LED-Gesamtmarkt – der neben Displays diverse weitere Anwendungen umfasst – gingen zuletzt von etwa 3,4 Milliarden US-Dollar für 2020 aus. Nun nähern weitere Studien und Analysteneinschätzungen die Hoffnung der QD LED-Verfechter, dass dies noch zu konservative Prognosen sind.

Jennifer Colegrove von Touch Display Research etwa bekräftigte anlässlich der SID Display Week Anfang Juni ihre Prognose, dass der Markt für QD LEDs weltweit auf 9,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 ansteigen dürfte. Für das laufende Jahr gehen sie und ihr Team von 508 Millionen Dollar Marktvolumen aus. Aktuell verwenden etwa 30 TV- und Displaymarken weltweit eine der verschiedenen QD-Technologien. Und mit QD Vision und Nanosys wollen 2 der Anbieter von QD LED-Material wohl im kommenden Jahr den Börsengang wagen. Momentan scheinen aber die Produktionskapazitäten bei allen großen Anbietern nahezu ausgereizt zu sein. Was einen weitere Dynamik beim Wachtsumsschub behindern könnte.

Ein großer Vorteil bei QLED: große Displays und Consumer TVs sind aktuell etwa für die Hälfte des Geldes zu haben, wie vergleichbare OLED-Displays. Dieser Preisunterschied von 50% soll noch in den kommenden 3 Jahren anhalten, ist etwa Analyst Kenneth I. Werner von Nutmeg Consultants überzeugt.

Ob allerdings die mit blauen LEDs hinterleuchteten QD LED-Displays im Consumer-Markt die OLED-TVs obsolet machen, wie QD Vision CTO Seth Coe-Sullivan in einem Vortrag prognostizierte, in dem er eine Reihe der Pro-OLED-Argumente entzaubern wollte – kann hingegen zumindest auch sehr stark hintergfragt werden. Denn Transparency Market Research hat die jährlichen Abverkäufe von OLED-Displays auf 25,9 Milliarden Dollar bis 2018 (4,9 Mrd. im Jahr 2012) geschätzt.

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