Studie

So kommunizieren die Deutschen

- Die Deutschen sind alles andere als Technikmuffel: Jeder Haushalt verfügt durchschnittlich über 18 elektronische Geräte und nutzt diese täglich 7,4 Stunden lang. Welche Medien hierzulande wie oft und wofür genutzt werden, zeigt der Samsung Techonomic Index. von Thomas Kletschke

Rund drei Viertel der Deutschen schauen täglich gemeinsam fern (Foto: Samsung)

Rund drei Viertel der Deutschen schauen täglich gemeinsam fern (Foto: Samsung)

Technik verbindet – 74% der Deutschen sagen: „Neue Technologien machen es leichter, mit der Familie in Kontakt zu bleiben.“ Und 45% meinen, mobile Technologien helfen uns im Alltag regelmäßig mit den engsten Familienangehörigen zu kommunizieren. Insgesamt 43% haben über das Web den Kontakt zu Freunden oder Familienangehörigen erneuert, die sie zuvor aus den Augen verloren hatten. Das sind nur einige von vielen Details der umfangreichen Studie, die Ipsos im Auftrag von Samsung in fünf europäischen Ländern durchgeführt hat. In Deutschland wurden 1.000 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren zu Technikausstattung, Techniknutzung und Lebensstil befragt.

Ergebnisse des Samsung Techonomic Index 2014 auf einen Blick (Infografik: Samsung)

Ergebnisse des Samsung Techonomic Index 2014 auf einen Blick (Infografik: Samsung)

Das wichtigste Ergebnis: Technologie ist ein Treiber für Kommunikation und gemeinsame Erlebnisse. „Das weit verbreitete Vorurteil, dass Technik uns zu Einzelgängern mache, trifft nicht zu,“ sagt Hans Wienands, Executive Vice President Samsung Electronics GmbH. „Der Samsung Techonomic Index beweist genau das Gegenteil. Moderne Technologien ermöglichen uns neue Wege der Kommunikation und einen schnellen Zugang zu Informationen und Unterhaltung.“

Technologie ermöglicht Nähe

In der modernen Gesellschaft nimmt die räumliche Trennung von Familien immer mehr zu: 23% der befragten Deutschen leben allein und nur 30% geben an, in derselben Stadt zu wohnen wie die Mehrzahl ihrer Familienangehörigen – in der Elterngeneration waren es noch 42%. Dennoch bleibt der Wunsch nach Nähe stark: Ein Drittel der Befragten (32%) kommuniziert mindestens einmal täglich mit den Eltern, mehr als die Hälfte meldet sich mindestens einmal wöchentlich bei den Großeltern (56%) oder den Geschwistern (60%). Dabei ergänzen moderne Kommunikationsmittel das persönliche oder telefonische Gespräch mit den Familienangehörigen: 55% der Befragten kommunizieren per SMS oder Textnachricht mit ihren Kindern, 26% sind mit den Geschwistern auch über soziale Netzwerke verbunden und 24% teilen Fotos auf elektronischem Weg mit ihren Eltern.

Bereicherung des Alltags

Nicht nur über Entfernungen hinweg, sondern auch aus der Nähe sorgt Technik für einen intensiveren Austausch: 45% der Deutschen meinen, mobile Technologien helfen ihnen dabei, im Alltag regelmäßiger mit der Familie zu kommunizieren. Menschen, die in Familien leben, sehen mindestens einmal wöchentlich gemeinsam fern (74%), teilen Fotos via SMS, Social Media oder E-Mail (37%) oder spielen zusammen elektronische Spiele auf Tablets, Smartphones oder Konsolen (24%). Fast jeder fünfte Deutsche (18%) ist davon überzeugt, dass das gemeinsame Spielen von Online-Games für einen stärkeren Zusammenhalt in der Familie sorgt. Knapp die Hälfte der Deutschen hört online Musik (49%), liest E-Books (49%) und sieht sich im Internet regelmäßig Filme oder Videos an (48%).

Der Samsung Techonomic Index belegt auch: Neue Technologien verdrängen bewährte Kommunikationsmethoden nicht, sondern ergänzen sie. So greifen 76% der Befragten am liebsten zum Telefon, um ihre Eltern zu kontaktieren. Immerhin 18% der Deutschen verschicken zumindest gelegentlich handgeschriebene Karten oder Briefe an Freunde.

Studiendesign: Im Auftrag des European Samsung Lifestyle Research Lab hat das Marktforschungsinstitut Ipsos MORI 5.000 Europäer zwischen 18 und 65 Jahren zu Technikausstattung, Techniknutzung und Lebensstil befragt. Umfragebasis: Je 1.000 Erwachsene zwischen 18 und 65 in Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien. Untersuchungszeitraum: April 2014.

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