invidis Digital Signage Explorer

Raucher und Ruhrbarone – Digital Signage in Essen

- Universitätsstandort, drittgrünste Stadt in Deutschland und unter den Top 10 deutscher Großstädte: In Essens Innenstadt finden sich gute Installationen am Point of Sale, die auch im invidis digital signage explorer erfasst sind. von Thomas Kletschke

invidis digital signage explorer :Rewe to Go in Essen (Foto: invidis.de)

invidis digital signage explorer: Rewe to Go in Essen (Foto: invidis.de)

Die Zeiten der rauchenden Schlote sind im Revier seit Jahrzehnten Geschichte – ausgenommen die Kamine in Einfamilienhäusern. Auch bei den Ruhrbaronen haben sich die Reihen gelichtet. Doch fernab von Montan und Industriellendynastie hat Essen als Standort großer Unternehmen wie RWE oder Evonik einiges zu bieten. Als Naherholungsgebit mitten im Pott ist Essen die grünste Stadt NRWs und die drittgrünste Deutschlands.

Ebenfalls gerne und seit Jahren auch von Besuchern aus dem Umland genutzt: die Innenstadt. Für den invidis digital signage explorer Essen hat invidis verschiedene Installationen erfasst. Unter anderem wurden gleich zwei Deichmann-Filialen begutachtet. In der Filiale in der Limbecker Str. etwa befindet sich eine Videowall im Schaufenster. In einer 3×3 Anordnung sind neun NEC-Displays (geschätzt 40“, 16:9 in horizontaler Verbauung) als Videowall zusammengefügt. Zwei der neun Bildschirme zeigten den Testern die Inhalte fehlerhaft an, bei einem lag definitiv ein Panel-Fehler vor. Empfehlung hier: Erneuerung der Hardware.

Auch ohne Schornsteine, findet sich jede Menge Rauch im Explorer für Essen: Mit Wolsdorff Tobacco ist ein Tabakladen erfasst worden, der beispielhaft für Installationen im Tabakhandel und für die Reemtsma-Kommunikationslösung am Point of Sale ist. Gleich vier Displays hinter der Verkaufstresen und über der Warenauslage informieren über die neusten Tabak-Genüsse. Die Bildschirme sind zur besseren Sichtbarkeit in Richtung Kunden geneigt. Die Inhalte plakativ und anspruchsvoll gestaltet. Das Digital Signage-System stammt von PMS aus Hamburg.

Die Inhalte für digitale Werbeanzeigen werden von Reemtsma erstellt und an PMS geliefert. Contentverwaltung und -veröffentlichung wickelt PMS über die hauseigene Digital Signage-Software PerfectShow ab. Eine kontinuierliche Funktionalitätsprüfung der Hardware ist im Service inbegriffen und erfolgt ebenfalls über PerfectShow. Die Werbeanzeigen werden per UMTS-Modem auf verschiedene Displaytypen, die zwischen 24 und 38 Zoll variieren, deutschlandweit ausgespielt.

Gesundheitsbewusstere Digital Signage-Freunde können sich zum Ausgleich den Rewe to Go anschauen. Mit diesen Filialen spricht der LEH-Riese in ganz Deutschland die urbanen Kunden an – so auch in Essen. Ein etwa 42“ großer Screen hängt in Landscape-Orientierung über der Kasse beziehungsweise Bedientheke. Die Inhalte sind plakativ und damit für den Kunden schnell erfassbar aufbereitet. Es werden insbesondere aktuelle Angebote angezeigt. Fazit hier: Insgesamt eine schöne, wenn auch einfache Installation. Sofern das Convenience-Konzept ausgebaut wird, bietet sich noch einiges an Spielraum, um via Displays mit den Kunden in Kontakt zu treten.

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