Samsung Smart Signage Networking & Solutions Day 2014

Plädoyer für Ultra HD in Digital Signage

- Auf Samsungs Networking-Tag beschäftigte sich Francesco Elsing mit der Frage, wieso über kurz oder lang UHD auch im Signage zum Standard werden dürfte. von Thomas Kletschke

Francesco Elsing beim UHD-Vortrag (Foto: invidis.de)

Francesco Elsing beim UHD-Vortrag (Foto: invidis.de)

Bei der satis&fy AG – die auch für die fantastische Bühnenlösung des Smart Signage Days verantwortlich zeichnete – ist Francesco Elsing einer der Spezialisten für Video/AV. In seinem Vortrag beleuchtete er zwei Seiten.

Einerseits arbeitete Elsing heraus, wie wichtig Standardisierung ist. Zudem leitete er aus den letzten Jahrzehnten TV- und Fernsehnormgeschichte her, wieso Ultra HD eigentlich gar nicht mal so ultra ist.

Bereits Ende der 1930er Jahre hatten sich eine Vielzahl von TV-Normen entwickelt: 405 Zeilen genügten den Briten, in Deutschland hatte man sich für 441 Zeilen entschieden – und Frankreich konnte vor dem Zweiten Weltkrieg mit 819 Zeilen Fernsehbild bereits mehr Auflösung auffahren, als das HD Ready des Jahres 2000 lieferte.

Es dauerte Jahrzehnte, bis sich die verschiedenen Nationen zumindest auf Normen einigen konnten, die in einzelnen Kontinenten oder Teilen der Welt Bestand hatten. Stichwort: NTSC, PAL.

Der Farbraum Rec2020 wird für UHD ebenso bedeutend sein wie Auflösung und Bildfrequenz, so Elsing (Foto: invidis.de)

Der Farbraum Rec2020 wird für UHD ebenso bedeutend sein wie Auflösung und Bildfrequenz, so Elsing (Foto: invidis.de)

Was für die Produzenten von TV-Consumergeräten damals ein Thema war, ist in einer globalisierten Welt mit großen und teilweise internationelaen Digital Signage-Netzwerken von ebenso großer Bedeutung.

Warum muss es Ultra HD sein – und das auch noch so bald? Mit Full HD und Co. haben sich in den Wohnzimmern und auch in öffentlichen Anwendungen die Bildschirmdiagonalen deutlich vergrößert. Vereinfacht gesagt: Wo früher oft 20 plus x Zoll eingesetzt wurden, finden sich heute 40″ und mehr. Das geht zulasten der Schärfe. Deshalb können ältere und kleiner Displays manchmal eben doch die schärferen und lebensechteren Bilder liefern.

Für Elsing also keine Frage, dass die EBU-Empfehlung für 2020 bald auch im B2B immer mehr Bedeutung gewinnt: ein Mehrfaches an Auflösung und Schärfe, 120 Vollbilder und der Rec2020-Farbraum, der ebenfalls wichtig ist. Mit dem erweiterten Farbraum können Anwender darauf bauen, dass Bildinhalte – etwa die an die CI angelehnten Logos – entsprechend exakt wiedergegeben werden.

Dass derzeit die Kosten für Ultra HD-Professional Displays noch hoch sind, steht auf einem anderen Blatt. Was die Notwendigkeit von Schärfe bei Großdisplays betrifft, gibt es durchaus auch andere Meinungen. Dennoch werden sich die verschiedenen Marktteilnehmer weiter in Richtung UHD orientieren, was sich auch an den Neuerscheinungen und Ankündigungen der B2B-Displayindustrie zeigt.

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