ShineOut Displays

Digital Signage in der Shopping Mall – wenn die Sonne durch die Kuppel strahlt

- Nicht nur in Außenbereichen oder unter direkter Sonneneinstrahlung sind lichtstarke Displays gefragt: Einkaufszentren werden oftmals mit großzügigen Kuppeln und Fronten aus Glas versehen. Das ist auch bei Digital Signage-Installationen im Innenbereich ein Thema. von Thomas Kletschke

Glas wohin man schaut: Einkaufscenter Goethe Galerie in Jena (Foto: Goethe Galerie)

Glas wohin man schaut: Einkaufscenter Goethe Galerie in Jena (Foto: Goethe Galerie)

Der Bedarf für High Brightness-Lösungen erstreckt sich einerseits auf den Outdoor- und Semi Outdoor-Bereich: Plätze, die sich im Freien befinden, oder im Wortsinne an der Sonnenseite liegen, benötigen lichtstarke Displays. Erst dann können die Bewegtbildinhalte so ausgespielt werden, dass Kunden und Passanten die Message auch bequem wahrnehmen können.

Darüber hinaus machen Displays mit besonderer Luminanz auch im Indoor-Bereich Sinn. Immer dann, wenn auch hier die Sonneneinstrahlung oder andere starke Lichtquellen in der Nähe sind, ist der Einsatz einer Lösung mit hoher Leuchtdichte (Einheit: cd/m²) zumindest zu prüfen. In der Regel wird eine High Brightness-Lösung hier Sinn machen, die nicht nur hell ist, sondern auch in Bezug auf Farbechtheit mehr Spielraum lässt. ShineOut-Displays – wie die von LG – können aufgrund der transreflektiven Eigenschaften zusätzlich das Umgebungs- oder Sonnenlicht als Lichtquelle ausnutzen. Das kann wiederum beim zu erwartenden Stromverbrauch ein positiver Faktor sein.

Spiegel und Glas in Masse: Brücken Center Ansbach (Foto: Brücken Center)

Spiegel und Glas in Masse: Brücken Center Ansbach (Foto: Brücken Center)

Ein Standort an dem eine solche halbdurchlässige Display-Lösung Sinn macht, wäre eine Shopping Mall, die aufgrund des häufig verbauten Glas im Dachbereich enorm hell ist. Stand 2014 verteilten sich in Deutschland 14,45 Millionen m² an Einkaufs-Mietfläche auf etwa 460 Shopping Center. Mit dem Trend, immer mehr Malls in Innenstädten zu bauen, entwickeln sie sich zu einem immer stärkeren Faktor im Einzelhandel. Dabei glänzen die Einkaufstempel gerne von innen und außen, um sich von der Konkurrenz abzuheben – Glas spielt dabei eine große Rolle in der Architektur.

Schöne Glaskuppeln haben aber einen Nachteil: Die Sonnenstrahlen können sich direkt darunter oder teilweise auch in weiteren Stockwerken als Störfaktoren für herkömmliche Displays erweisen. Bei einer 16/5-Nutzung werden zumindest an einigen Stunden des Tages nicht gewollte Effekte auftreten, die das schnelle Erfassen der Inhalte beeinträchtigen. Schließlich bedeutet Digital Signage im Einkaufszentrum: Kundinnen und Kunden müssen in einer Passagesituation für ein Angebot gewonnen werden.

Im Erdgeschoss finden sich bei einigen Einkaufszentren zudem noch großflächige Glasfronten im Eingangsbereich. Mancherorts sind auch zu stark strahelnde künstliche Lichtquellen im Innenbereich der Mall verbaut – inzwischen ist dies aufgrund besserer (Licht-)Planung allerdings keine Standardproblematik.

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