Lightpaper

Ein paar Nerds aus Idaho pushen LED – und drucken Licht

- Mit biegsamen OLEDs haben Forscher und Industrie weltweit eine bestechend interessante Technologie für Displays, Lighting sowie weitere Anwendungen parat. Allerdings gilt OLED aktuell noch als zu teure Technologie. Mit billigeren und hauchdünnen LEDs dagegen will nun die US-Company Rohhini punkten. Ihr Produkt heißt Lightpaper. von Thomas Kletschke

Lightpaper von Rohinni (Fotos: Rohinni; Montage: invidis.de)

Lightpaper von Rohinni (Fotos: Rohinni; Montage: invidis.de)

Okay, das Foto ist nicht ganz ernst gemeint: ein paar Leute mit größtmöglichen Hornbrillen haben sich um einen vintage Apple Macintosh-Rechner und ein Oszilloskop versammelt – die Männer alle mit Riesen-Schnurrbärten. Aber was CEO Cody Peterson und seine Mannschaft am Stammsitz in Coeur D’alene sowie künftig in Austin, Texas fabrizieren, soll ja erst noch was alltägliches werden, erdacht – so die Eigenauskunft – von einer Arbeitskultur, die dem Nerdtum huldigt.

Inszeniert sich gern nerdig: Rohinni-Team (Foto: Rohinni)

Inszeniert sich gern nerdig: Rohinni-Team (Foto: Rohinni)

Vermarkten und verkaufen möchte man sein Lightpaper aber in naher Zukunft natürlich ebenfalls. Das erst 2013 gegründete Unternehmen ist aktuell auf Tour in den USA, um seine Variante von dünnen, ansteuerbaren LEDs bekannt zu machen. Laut eigener Auskunft hat man es dabei geschafft, das ganze dünner hinzubekommen, als es derzeit mit OLED möglich wäre – und auch kostengünstiger. Allerdings sind die ersten Lightpaper noch nicht so exakt, dass sich die in ihnen enthaltenen LEDs gleichmäßig verteilen. Ein Schönheitsfehler, den spätere Lightpaper-Serien beheben sollen.

Etwa 10.000 Leuchtdioden können die Rohinni-Entwickler derzeit auf einem 4×4″ großen Papier unterbringen. Eine kleine Batterie versorgt die LEDs dabei mit der benötigten Energie. Statt Papier können auch diverse Werkstoffe bedruckt werden, sodass sich mit der Technologie kostengünstige Werbeträger, Textilien oder andere Güter mit Blink-Effekt produzieren lassen. Für den Einsatz in Wearables oder im Bereich Transportation sieht Rohinni aktuell ebenfalls gute Chancen.

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