ShineOut Displays

Wie Händler die Frequenz im Laden erhöhen können

- Konkurrenz aus Online, eine restriktive Gesetzeslage im Saarland und in Bayern oder zu hohe Personalkosten: Aus ganz unterschiedlichen Gründen machen viele Läden am frühen Abend dicht. Dennoch könnten sie auch nach Ladenschluss Umsätze generieren, die ihnen bisher noch durch die Lappen gehen. von Thomas Kletschke

Schaufenster am Tag und bei Dämmerung (Fotos; Montage: invidis.de)

Schaufenster am Tag und bei Dämmerung (Fotos; Montage: invidis.de)

Im Unterschied zu anderen Ländern regeln in Deutschland eine Reihe von Gesetzen, wer wann und wo sein Ladengeschäft öffnen kann. Zwar hat sich der Einzelhandel aus der Klammer der 18.30 Uhr-Grenze befreien können. Je nach Bundesland und Region sind Öffnungszeiten bis 22 Uhr oder 24 Uhr möglich.

Aber aus verschiedenen Gründen haben Modeläden, Warenhäuser oder andere Shops keine 24/7-Präsenz, wie sie die Konkurrenz aus dem Onlinehandel bieten kann. Einerseits bleibt der Laden am Sonntag grundsätzlich geschlossen. Feiertage, örtliche Übereinkünfte zwischen Händlern und natürlich der Aspekt höherer Kosten (Personaleinsatz, zusätzliche weite Kosten bei längeren Öffnungszeiten) führen dazu, dass so mancher Händler nicht einmal regelmäßig bis 20 Uhr geöffnet hat. Besonders in kleineren Innenstädten haben Retailer Probleme, die im Gegensatz zum Gros ihrer Kollegen eher längere Öffnungszeiten bevorzugen.

Auch die Einkaufsstraße in mancher Großstadt gleicht nach 20 Uhr einer Einkaufswüste. Beispiel München: bayerische Gemütlichkeit heißt eben auch, dass der Handel spätestens ab 20 Uhr nichts mehr verkaufen kann. Und das in Lagen, die zu den teuersten des Landes zählen.

In München lässt sich sehr gut beobachten, dass Einheimische sowie Besucher dennoch gerne nach 20 Uhr durch die Innenstadt flanieren. Vor allem die zahlreichen – und umsatzbringenden – Gäste aus den Golfstaaten, China, Russland und Japan würden bei dieser Gelegenheit gerne ihr Geld in der bayerischen Landeshauptstadt lassen. Dürfen sie aber nicht.

Denn in ganz Bayern müssen Händler um 20 Uhr die Läden dicht machen. Wie das Saarland möchte der Freistaat dies bisher nicht ändern – eine der wenigen Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Bundesländern. In Städten, die etwa an der Grenze zu anderen Bundesländern liegen bedeutet dies zunächst einen handfesten Nachteil gegenüber dem Handel in Nachbargemeinden.

Den Nachteil kompensieren und in einen Standortvorteil umwandeln können Einzelhändler, wenn sie ihre Schaufenster zur Kasse machen. Intelligentes und interaktives Signage mit leuchtstarken Screens und QR-Codes etwa kann dafür sorgen, dass Kunden auch nach Geschäftsschluss noch im Onlineshop des Retailers einkaufen. Es gibt genügend Innenstädte, in denen die Menschen nach Ladenschluss flanieren. Besonders ansprechende Bewegtbild-Inhalte, die je nach Tageszeit und den jeweiligen Lichtverhältnissen Appetit auf mehr machen, werden wargenommen.

Auch nach Geschäftsschluss können High Brightness-Displays eine gute Wahl sein. Aufgrund der höheren Luminanz fallen sie mehr auf, da Tageslicht, Kunstlicht von Reklamen, Displays der Konkurrenz und weitere Faktoren dafür sorgen, dass herkömmliche Screens zu wenig Farbe und Licht ausspielen, um magnetisierend auf Fußgänger zu wirken. Verbunden mit gutem Content und Angeboten durch die Scheibe können Retailer so die Frequenz des Ladens auch dann erhöhen, wenn die Mitarbeiter ihren wohlverdienten Feierabend genießen.

In einer Passagesituation gehen Menschen gerne auf ein Angebot ein – wenn es ihnen gegenüber freundlicher und ansprechender daherkommt, als die in Saarbrücken oder München geltende Gesetzeslage.

Im Rahmen des Digital Signage im Schaufenster-Tests von LG, invidis consulting und weiteren Partnern beleuchten wir in Projekten, Aktionen und Artikeln alles rund ums Thema Signage und Schaufenster.

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