Kampagne

Wärme statt Werbung – Out-of-Home für Obdachlose

- In Hamburg haben der Arbeiter-Samariter-Bund und Pubicis Pixelpark eine Außenwerbekampagne für Obdachlose gestartet. Statt Plakaten werden Decken aufgehängt, welche für die Menschen gedacht sind, die auf Hamburgs Straßen leben. Regelmäßig werden neue Decken an den Plakatstellen aufgehängt. Via Web werden die Hamburger, denen es besser geht, aufgefordert, Wärme zu spenden. von Thomas Kletschke

Decke für Wohnungslose: Wärme statt Werbung (Foto: Publicis Pixelpark)

Decke für Wohnungslose: Wärme statt Werbung (Foto: Publicis Pixelpark)

Aus wärmenden Plakaten soll ein menschlicherer Winter für die ganze Hansestadt werden. Grund: Im geschäftigen Weihnachtstrubel wird allzu leicht übersehen, dass die Zahl der Obdachlosen, die auch im Winter auf der Straße leben müssen, weiterhin von Jahr zu Jahr ansteigt. Notunterkünfte reichen auch in Hamburg längst nicht aus.

Deshalb startet der Hamburger Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Ortsverband Mitte, die spektakuläre Aktion, um auf den Missstand aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit der Agentur Publicis Pixelpark wurde die Kampagne entwickelt.

Das Besondere daran: Sie besteht aus Plakaten, die nicht nur auf die Not der Obdachlosen aufmerksam machen, sondern zum ersten Mal die Hilfsmaßnahme selbst darstellen. Dafür hängen auf den Werbeflächen warme Wolldecken statt der üblichen Plakate. Decken, die Bedürftige einfach wie ein Kalenderblatt abreißen und mitnehmen können. Decken, die überall in Hamburg gebraucht werden, als Unterlage, als Schutz gegen Kälte.

So soll aus Werbung tatsächlich Wärme entstehen. Timm Weber, Executive Creative Director im Hamburger Haus von Publicis Pixelpark, sagt: „Wir freuen uns besonders, diese Idee für den ASB und die Stadt Hamburg umsetzen zu können. Jetzt hält Werbung endlich mal, was sie sonst oft nur verspricht.“

Über die Microsite Wärme statt Werbung – Wärme spenden sind alle Hamburger Bürger aufgerufen, mit ihren Spendenbeiträgen die Situation der Wohnungslosen verbessern zu helfen. Auf der Website gibt es zudem Fakten über das harte Leben auf der Straße.

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