invidis Dossier Digital Signage im Einzelhandel

Shopping Center und Digital Signage – Neue Einblicke in ein deutsches Einkaufszentrum

- Einkaufscenter ist nicht gleich Einzelhandel: Der Branchenmix macht ein Shopping Center zum Mikrokosmos aus Small Signage-Displays, Standardgrößen und Riesen-Screens. Start für eine aktuelle Bestandsaufnahme in einer Serie über die gerade modernisierten Riem Arcaden in München. von Thomas Kletschke

Modernisiert und Maßstab für ein Einkaufscenter in einer Großstadt: Die Riem Arcaden anno 2015 (Foto: mfi; Grafik: invidis.de)

Modernisiert und Maßstab für ein Einkaufscenter in einer Großstadt: Die Riem Arcaden anno 2015 (Foto: mfi; Grafik: invidis.de)

Deutschlandweit gibt es 460 Shopping Center, auf denen insgesamt 14,45 Millionen qm an Einkaufsfläche verfügbar sind (Stand 2014). Innerhalb von zehn Jahren ist diese Fläche deutlich gewachsen. Noch 2005 zählte das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) insgesamt 363 Einkaufszentren mit einer Verkaufsfläche von 11,3 Millionen qm. Seit Jahren lassen die Kunden tendenziell immer mehr Geld bei den dortigen Geschäften.

Dies ist auch in den meisten Nachbarländern so: In Österreich etwa kletterte der Marktanteil, den Einkaufszentren am Einzelhandelsmarkt haben, über zwei Jahrzehnte sehr stark an. Von 1987 bis 2007 vervierfachten die Shopping Center ihren Anteil am Einzelhandelsmarkt in der Alpenrepublik, hat die Unternehmensberatung Standort + Markt aus Wien errechnet. Obwohl immer mehr Shopping Malls in großen und Mittelstädten entstehen, können sie den wachsenden Bedürfnissen des Markts begegnen – und kannibalisieren sich in der Regel nicht untereinander.

Damit ein Shopping Center funktioniert, muss der richtige Angebots- und Mieter-Mix aus Einzelhandel, Gastronomie- und Dienstleistungsangeboten wie Frisör, Reinigung, Krankengymnastik oder Arztpraxen in den Shopping Malls umgesetzt werden, konstatiert HWWI-Senior Researcher Dörte Nitt-Drießelmann in ihrer Studie „Einzelhandel im Wandel“.

Digital Signage im Shopping Center bedeutet deshalb viel mehr, als Digital Signage im Einzelhandel. Beim Wayfinding fängt es an: Im Gegensatz zu den allermeisten Fußgängerzonen sind Einkaufszentren mit einem Wegefindungssystem ausgestattet – in zunehmendem Maße setzt man auf große digitale Screens. Wichtiger Anker, neben den großen Modefilialisten, den kleinen Fachgeschäften und Shops, ist die Gastronomie. Der Food Court einer Shopping Mall ist immens wichtig: Quick Service Restaurants großer oder kleiner Ketten gehören hier zu den Firmen, die Digital Signage einsetzen.

Was ist der aktuelle Stand und Stellenwert von Digital Signage, Wayfinding und Digital-out-of-Home in deutschen Shopping Centern? Welche Branchen und welche Unternehmen setzen im Jahr 2015 diese Medien ein? Wie ist die Durchdringung einer modernen Mall in Bezug auf die Unternehmensgröße? Wo finden sich Potenziale, wenn es um Erneuerung von in die Jahre gekommenen Systemen, fehlenden Installationen oder unfunktionalen Lösungen geht? Wie verteilen sich Small Signage, Large Format Displays und megagroße Video Walls und Sonderformate jenseits der 80 Zoll-Kategorie?

Fragen, die sich am besten in einer modernen Shopping Mall der beiden Platzhirsche, der ECE und der Unibail-Rodamco-Tochter mfi, beantworten lassen. invidis consulting hat deshalb jetzt bei einer invidis Site Inspection den aktuellen Stand aufgenommen. Ausgewählt haben wir die Riem Arcaden in München (mfi), die nach Modernisierungsmaßnahmen nun prototypisch für den Status Quo in einem Shopping Center einer deutschen Großstadt steht.

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