invidis Site Inspection

122 Displays in 106 Shops in den Riem Arcaden – Wer setzt was zu welchem Zweck ein?

- Wie genau verteilen sich die Digital Signage-Installationen in einem typischen Einkaufszentrum einer deutschen Großstadt? Wir haben dies kürzlich in den Riem Arcaden in München überprüft. Die Ergebnisse finden Sie in dieser Analyse – in einer großen Infografik haben wir die Daten visualisiert. von Thomas Kletschke

Innenansicht: Shopping Center Riem Arcaden (Foto: mfi; Grafik: invidis)

Innenansicht: Shopping Center Riem Arcaden (Foto: mfi/Grafik: invidis)

Bei der invidis Site Inspection in der kürzlich modernisierten Shopping Mall Riem Arcaden hat invidis consulting das digitale Wayguiding und die Digital Signage- und Präsentationssysteme der Mieter untersucht. Das Wegeleitungssystem wird in einem gesonderten Artikel behandelt.

Im Einkaufszentrum Riem Arcaden hat invidis insgesamt 106 Shops, Dienstleistungs- oder Gastronomiebetriebe erfasst. Dabei handelt es sich um große Filialisten, kleine Einzelunternehmen oder regionale Ketten. Sie kommen aus zehn verschiedenen Bereichen, deren Nutzung von Digital Signage-Systemen sich deutlich unterscheidet: Retail-Fashion, Restaurant / Bar, Retail-Accessoires/Jewelery, Retail-Shoes, Retail-Food, Retail-Perfumeries / Drugstores, Retail-Electronics, Retail – Home Furnishing, Services / Dienstleistungen sowie Andere (Schreibwaren, Bücher, Freizeit, Kids).

Bei den eingesetzten Systemen findet sich eine große Vielfalt, die weite Teile des Angebots an professionellen Lösungen abdeckt: Small Signage, Displays in gängigen Größen bis 55 Zoll sowie übergroße Large Formate von im Einzelfall über 80 Zoll wurden identifiziert. Zudem sind TVs oder sonstige Consumer-Lösungen verbaut. Bei den vorgefundenen Auflösungen handelt es sich um bis zu Full HD. Video Walls und LED-Lösungen kommen im Einzelfall auf höhere Auflösungen. Mit Ausnahme von Ultra HD-Screens sind also marktübliche Umsetzungen zu finden. Geräte, die auf einen Bedarf an Austausch beziehungsweise Erneuerung hindeuten, kommen vor, bilden aber die Ausnahme.

Infografik: Digital Signage in den Riem Arcaden Stand : Januar 2015 (Infografik: invidis)

Infografik: Digital Signage in den Riem Arcaden Stand : Januar 2015 (Infografik: invidis)

Im Einkaufszentrum befindet sich auch ein Saturn-Markt. Die dort verwendeten TVs des Digital Signage-Systems sind nicht in die Untersuchung eingeflossen, um Verfälschungen beim Ergebnis zu vermeiden. Insgesamt setzen 40 der 106 Betriebe auf Digital Signage: 122 Displays sind in den Geschäften und gastronomischen Einrichtungen verbaut. In Prozent verfügen also 38% aller Einrichtungen über Digital Signage, bei 62% verzichtet man auf Displays und Co.

Erwartungsgemäß ist das Gros der Installationen mit Geräten zwischen 32″ und 55″ bestückt. Ebenso überrascht wenig, dass sehr große Displays nicht der Regelfall sind. Dafür finden sich zahlreiche Installationen unterhalb von 32″. Von den insgesamt 122 Displays sind unter 15% TV-Geräte. Der Bereich Small Signage umfasst 32% der Installationen. Hier finden sich einige Tablets verschiedener Hersteller: 26% der Small Signage-Installationen sind also mit Consumer-Lösungen bestückt.

Das Gros aller Installationen findet sich bei dem Handel zuzuordnenden Unternehmen: 83 der 122 Displays stehen auf Retail-Flächen. Von 35 Modegeschäften setzen zehn auf Digital Signage. Unter den Fashion-Läden herrscht Einigkeit, denn sie setzen allesamt auf Digital Signage im Kassenbereich. Alle dem Bereich Retail-Electronics zugehörigen Shops sind ebenfalls mit Digital Signage bestückt. Neben dem Saturn sind dies vor allem die Shops der Mobilfunker.

Erstaunlich: Drei Viertel der Dienstleistungs- und Servicebtriebe setzen Digital Signage ein – hierbei wurden aber zumeist Tablet-Lösungen verwendet. Wenig verwunderlich dagegen: Die dem Segment Accessoires und Schmuck zuzuordnenen Geschäfte sind weniger Signage-affin. Lediglich einer von zehn Läden setzt auf Digital Signage.

Sehr interessant war das Ergebnis bei der Gastronomie: Bereits 32% der gastronomischen Betriebe setzen Digital Signage ein. Dabei handelt es sich keineswegs nur um Installationen bei Quick Service Restaurants. Hier ist der Trend absehbar, dass Digital Signage dort eine größere Akzeptanz erfährt. Zudem fiel sofort auf, dass es sich dabei oftmals um professionelle und hochwertige Lösungen handelt.

Kommende Woche setzen wir die Serie aus dem invidis Dossier Digital Signage im Einzelhandel mit Fallbeispielen aus der Shopping Mall in Riem fort.

2 thoughts on “invidis Site Inspection: 122 Displays in 106 Shops in den Riem Arcaden – Wer setzt was zu welchem Zweck ein?

  1. Für uns S**preußen, die RIEM ARCADEN sind in München, damit niemand überlegen oder gar googlen muss…
    Hätte man auch im Fließtext verfassen können :)

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