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Alle setzen auf Signage, Konzepte werden variiert – aktuelle Entwicklungen bei Quick Service Restaurants

- Jede Shopping Mall setzt neben dem Handel auf ein gastronomisches Angebot als zweite tragende Säule. Aus diesen Betrieben stechen Systemgastronomen und Schnellimbisse als Digital Signage-affine Nutzer besonders hervor. Hier sind neue Trends zu beobachten. von Thomas Kletschke

Kunden eines Quick Service Restaurants und Digital Menu Boards (Foto: Scala)

Kunden eines Quick Service Restaurants und Digital Menu Boards (Foto: Scala)

In den Riem Arcaden haben gastronomische Betriebe insgesamt einen Anteil von gut 20%. Dabei setzen 32% von ihnen auf Digital Signage – bei 68% sind Screens aktuell kein Thema. Innerhalb des im Shopping Centers konzentrierten Segments Restaurants haben die Quick Service Restaurants ausnahmslos eine entsprechende Digital Signage-Installation vorzuweisen. Bei kleinen Unternehmen (Einzelunternehmer) findet sich – noch – zumeist ein Consumer-Gerät.

Quick Service Restaurants (QSR) gehören zu den klassischen Business-Kunden für Digital Signage-Systeme. Traditionelles Haupteinsatzfeld für Screens: Digital Menu Boards (DMB).

Mit DMBs lassen sich Preisinformationen aktuell und in Verbindung mit werblichem Content anzeigen. Solche Bewegtbild-Inhalte werden beispielsweise in Loops zwischen die reinen Angebotsinformationen geschaltet. Eine andere Variante erfreut sich in den letzten Jahren ebenfalls einer wachsenden Beliebtheit: Ein Teil der bespielbaren Bildfläche – meist ein Drittel bis zur Hälfte – zeigt die frische Zubereitung, duftenden heißen Kaffee der eingeschenkt wird oder ähnliches. Auf der verbleibenden Fläche des Screens finden Preisinformtionen zu einzelnen Produkten oder Produkt-Bundles statt („Heute ein Salat plus eine Cola nur 7 Euro. Sie sparen 28%.“).

Bisher setzten zum überwiegenden Teil große Ketten oder Franchise-Systeme im Bereich der Systemgastronomie auf die intelligenten Menu Boards.

Aktuell gibt es zwei Trends, die sich auch bei den in den Riem Arcaden ansässigen Firmen finden: Immer mehr kleinere Anbieter setzen auf DMBs zur dynamischen Information – und zunehmend experimentiert man bei der Gestaltung des QS-Restaurants.

Denn nach der reinen Lehre werden – für den Kunden gut sichtbar – Screens in Größen von etwa 32 Zoll bis maximal 47 Zoll nebeneinander oberhalb des Thekenbereichs aufgehängt (siehe Symbolbild). Bei gut durchdachten Installationen mit entsprechenden Schutzvorrichtungen, um zu verhindern, dass die Professional-Geräte beispielsweise durch Friteusenfett und Dämpfe Schaden nehmen.

Inzwischen gibt es die freie Form: eine Kombination aus DMBs und hinterleuchteten nicht-digitalen Anzeigetafeln (Lightboxes). So können einerseits Installations- und Betriebskosten gesenkt werden, zudem gibt es eine optische Abwechslung.

Die steigende Verbreitung der Geräte auch bei regionalen QSR-Ketten oder kleineren Filialen wird dadurch weiter befeuert, sodass die großen Hersteller inzwischen mit Entry Level-Geräten und Chip-basierten Displays deutlich mehr Serien auch für günstigere oder einfachere Installationen bereitstellen, bei denen beispielsweise auf externe Mediaplayer verzichtet werden kann. Der Bereich Entry Level geht bis zum Bereiche TV. Hier handelt es sich häufiger um Geräte, die sich als TV und als Display für einen 16/7-Einsatz eignen.

In den Riem Arcaden hat invidis consulting bei der aktuellen Site Inspection mehrere Betriebe aus dem Sektor QSR identifiziert, die diesen Trends folgen. So hat Nordsee sich nach der Modernisierung für die Kombination aus Professional Diplays und Lightboxes entschieden. Drei Digital Signage-Displays wurden im Wechsel mit den hinterleuchteten Tafeln angebracht.

Direkt nebenan hat Oliva Feinkost sich für eine Installation aus acht nebeneinander montierten DMB-Screens entschieden, die über Eck installiert sind. Damit hat Oliva im Gangbereich einen Hingucker für die flanierenden Besucher, der aus jeder Laufrichtung heraus sehr gut sichtbar ist. Zudem ist dieser Teil des QS-Restaurants nach außen über eine Front aus Glasscheiben ebenfalls gut sichtbar. So kann man gut erste Kaufimpulse setzen.

Auch Dunkin‘ Donuts hat sich für Digital Signage entschieden. Hier werden die bundesweit sowie in München auch in anderen Filialen installierten Displays eines der namhaften Hersteller eingesetzt. Für die kleine Filiale in den Riem Arcaden reicht die Installation von insgesamt vier Professional Displays. Hier ist auch die Content-Umsetzung entsprechend professionell gehalten. Bewegtbild, gekoppelt mit Angeboten oder Social Media-Aktivitäten sorgen für Aufmerksamkeit.

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