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Bäcker und Bewegtbild – so macht Digital Signage Appetit auf mehr

- Zu den gastronomischen Betrieben des Münchner Einkaufszentrums Riem Arcaden zählen neben Quick Service Restaurants und Imbissen auch Eisdielen und Bäckereien. Seit einiger Zeit setzen Bäcker – von regionalen Ketten bis hinunter zu Einzelunternehmungen – vermehrt auf Digital Signage. Längst setzen sie dabei auf Professional Displays und ein interessantes Content-Konzept. von Thomas Kletschke

Modernes Handwerk: Digital Signage und Bäckereien (Foto: Darius Ramazani/ Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks; Grafik: invidis)

Modernes Handwerk: Digital Signage und Bäckereien (Foto: Darius Ramazani/ Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks; Grafik: invidis)

Ja, es gibt sie: kleine Bäckereien, die mit herkömmlichen TV-Geräten oder Office-Monitoren erste Schritte im Digital Signage gehen. Klassischerweise werden bei solchen Installationen die Inhalte selbst erstellt. Hier ein PDF, dort eine Bilddatei, ein wenig Angebotswerbung – so backt sich mancherorts der traditionelle Handwerksbetrieb seine Digital Signage-Inhalte.

Doch selbst diese, nach eigener Rezeptur zusammengestellten Inhalte, werden seit etwa drei Jahren immer öfter mit optischen Geschmacksverstärkern verfeinert: Bildmaterial, das die Backkunst so inszeniert, dass man Appetit bekommt.

Was diese „Eigenbrötler“ kleiner Betriebe auf dem Land produzieren, das haben reginale Ketten zumeist schon hinter sich. Wenn sie denn überhaupt auf Digital Signage setzen. Denn Größe allein ist bei den Bäckern offenbar noch nicht automatisch eine Entscheidung für oder gegen Digital Signage.

Das kann man auch bei den Bäckern in den Riem Arcaden beobachten: Mit Ihle, Wünsche und Traublinger finden sich insgesamt drei kleinere Ketten in dem Shopping Center. Nur einer der Betriebe setzt überhaupt auf den Einsatz von Screens. Der aber macht das lehrbuchhaft.

Die Bäckerei Traublinger ist ein Unternehmen, das auf eine lange Geschichte zurückblickt: 1912 gegründet betreibt man aktuell 22 Filialen im Münchner Osten. Traublinger verfügt auch über eine Filiale in den Riem Arcaden. Das Geschäft ist vom Gang aus sicht- und erreichbar – eine größere Fensterfront geht nach außen. An der Theke sind insgesamt sechs Professional Displays im Einsatz, die im Landscape-Modus verbaut sind. Interessant ist, dass Traublinger offensichtlich großen Wert darauf legt, neben Angebotswerbung auch Full HD-Bewegtbild-Content auszuspielen. Der zeigt die Produktion der Backwaren und Kuchen in ansprechenden, aber nie kitschigen Bildern.

Hier kann der Handwerksbetrieb seine Stärken visuell ausspielen: Zubereitung von Teig, Bilder von frisch gebackenen Törtchen zeigen, dass ein Stück Kuchen zum Kaffee doch gut passt. Insofern erfüllen die Inhalte den Zweck der Verkaufsförderung. Zugleich wird die Marke Traublinger positiv besetzt. Image und PoS-fördernde Maßnahmen gehen so ineinander über. Ein leckeres Teilchen, ein Konzept das aufgeht. Künftig wird sicherlich der ein oder andere Rivale ebenfalls ein Stück visueller Torte kredenzen.

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