Quick Service Restaurants

McDonald’s USA ordert Digital Menu Boards für 650 Filialen

- McDonald’s USA setzt bald mindestens 3.250 Digital Menu Boards in den über 650 konzerneigenen Restaurants ein. Zum Einsatz kommen 47-Zöller von LG. Stratacache liefert die Digital Signage-Software, für das Projektmanagement hat man AT&T ins Boot geholt. von Thomas Kletschke

McDonald's-Filiale in Las Vegas (Foto: McDonald's)

McDonald’s-Filiale in Las Vegas (Foto: McDonald’s)

Lange Zeit galt die typische McDonald’s-Filiale – ob als Franchise- oder als konzerneigenes Burgerrestaurant – als Digital Menu Board-freie Zone. In den vergangenen Jahren haben sich einige Landesgesellschaften peu à peu von diesem Dogma gelöst.

So hat beispielsweise McDonald’s UK die Kassenbereiche in 200 Quick Service Restaurants (QSRs) mit entsprechenden Displays und einem PC-basierten System von Comqi ausgestattet. Für den damaligen Rollout zeichnete die Linney Group mit ihrer Division Linney Connect verantwortlich.

Jetzt wird man in den USA die mehr als 650 konzerneigenen „Mackies“ mit jeweils mindestens fünf Digital Menue Boards (DMBs) ausstatten. Insgesamt werden das also mindestens 3.250 Displays sein. Alle sollen von LG kommen. Verwendet werden nicht näher spezifizierte 47-Zöller. Das Projekt wird unter der Ägide von AT&T laufen, die schon bis dato in insgesamt 14.000 McDonald’s in den USA die Netzwerkservices wie LAN und WLAN verantworten. Als Digital Signage-Software wird für die DMBs die Software ActiVia for Media 4.0 eingesetzt, die von Stratacache stammt.

Auch im Bereich interaktiver Digital Signage-Systeme mit Touchtechnologie wagt sich McDonald’s in den USA nun aus der Deckung: Mit Touchscreen-Kiosken in bis zu 2.000 Filialen will man zur Absatzsteigerung ein neues Burger-Konzept unterstützen.

invidis Kommentar: Digitale Menütafeln haben einen schweren Stand
von Florian Rotberg / invidis consulting

Man fragt sich, woran es liegt, dass Digital Menu Boards (DMB) insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen schweren Stand haben. Die großen Quick Service Restaurant Ketten (QSRs) vertrauen hier mehr auf klassische analoge Menütafeln.

  • Mc Donald’s präferiert Self Service Kiosksysteme am Eingang des Restaurants, die große DMBs überflüssig machen. Allein ein Display für Wartesysteme ist notwendig. Nach unserer Beobachtung sind die einzigen Ausnahmen frequenzstarke Filialen an Flughäfen und Bahnhöfen mit häufig abweichenden Pricing oder ausgewählte Pilot-Standorte. McD setzt dabei auf hochkant ausgerichtete DMBs.
  • Burger King setzt seit mehr als acht Jahren auf Digital Signage – allerdings nur ein Display für Promotions und emotionale Bewegtbildinhalte. Die Standardmenütafeln links und rechts des Displays sind weiterhin analog.
  • Ähnlich wie Burger King setzt auch KFC auf punktuelle emotionalen Content an der Theke. Die Menüübersicht ist weiterhin analog.

In der Vergangenheit wurde das Thema Digitalisierung in QSRs in Europa eher stiefmütterlich behandelt. Es scheint aber, dass viele, etablierte Restaurant-Design-Konzepte aktualisiert werden. Eine große Chance für Digital Signage auch in DACH. NEC Display Solutions ist der erste Digital Signage-Player am Markt, der mit Andreas Brückner einen dedizierten Manager für das Thema platziert hat.

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