Small Signage-Displays

Small Signage – Trend wird zum Mainstream

- Die Zeiten, in denen kleine Displays nur etwas für die Consumer-Nutzung waren, sind vorbei. Immer mehr Hersteller setzen auf 16/7-fähige Displays, die sich im harten Einsatz als Door Sign oder Retail dauerhaft bewähren. Das Jahr 2015 ist das Small Signage-Jahr. von Thomas Kletschke

Small Signage-Display DB10D im Retail-Einsatz (Foto: Samsung)

Small Signage-Display DB10D im Retail-Einsatz (Foto: Samsung)

Seit 2014 gibt es einen Digital Signage-Trend hin zu kleinen Displays, die professionellen Ansprüchen genügen. Diese Small Signage-Displays ersetzen die Großformate nicht, sondern ergänzen sie in immer mehr Anwendungen, besonders am Point of Sale.

Denn große Displays im Laden oder Schaufenster wecken ein allgemeines Interesse oder können gut für hochwertigen Bewegtbild-Content genutzt werden. Kleine Displays an Regalen geben Zusatzinfos zu spezifischen Produkten oder Warengruppen und setzen weitere Impulse.

Bis dahin waren Screens in den Größen bis 22 Zoll zumeist die Domäne von Klein- (Komponenten) oder Billiganbietern (Digitale Fotorahmen) sowie Herstellern von Consumergeräten (Tablets, Officemonitore, etc). Seit Marktführer Samsung als erster der großen Anbieter mit eigenen Profesional Displays in Kleingrößen am Markt agiert – zunächst launchte man ein Display in der Größe 21,5 Zoll, das auch als Touch-Variante lieferbar ist; seit Dezember 2014 wird auch das Segment 10,1 Zoll bedient – gibt es eine zunehmende Nachfrage bei Integratoren oder Shopfittern.

An Bord der kleinen Profi-Screens sind SoC-Chips verbaut. Weitere Funktionen, die aus der Large Format-Welt stammen, sind ebenfalls Teil des Ganzen, wie das Sperren von Bedienelementen oder der Fernbedienung.

Inzwischen ist die neue Generationen dieser Small Signage-Displays eingeführt. Vorteil: Der Einbau in Regalsysteme gestaltet sich noch einfacher, da inzwischen geringere Gerätetiefen erreicht werden. Zudem verfügen die Panels über einen besseren Blickwinkel und über noch mehr Luminanz. Je größer die Lichtstärke ist, umso besser lässt sich das Klein-Display auch an den Plätzen eines Ladenlokals verbauen, an denen andere Lichtquellen vorhanden sind. So können Small Signage-Displays die auf ihnen gezeigten Inhalte noch wirkungsvoller darstellen.

Auch bei der Kosten-Nutzen-Rechnung punkten die kleinen, explizit für den 16/7-Betrieb spezifizierten Profigeräte. Verglichen mit Consumer-Lösungen wie Tablets haben sie deutlich längere Lebenslaufzeiten. Dadurch entfallen Kostenblöcke, die durch Service und Austausch entstehen, den Consumer-Tablets zwangsläufig nach sich ziehen.

Der Griff zur Professional-Lösung rechnet sich: Neben der geringeren Halbwertzeit zeigen Beispiele aus der Praxis, dass etwa der Einsatz von iPads weitere starke und kostenintensive Nachteile haben kann. Bekannt, beziehungsweise berüchtigt, ist etwa der Einsatz von solchen Tablets in den Filialen einer Bäckereikette in Deutschland.

Durch die zwangsläufig krümelige Umgebung wurden die Anschlüsse der Consumer-iPads schon nach Tagen verstopft, dass das Projekt einem mittelgroßen Schuss in den (Back-) Ofen nahe kam. Experten raten daher, unter TCO-Gesichtspunkten auf die höheren Folgekosten beim Einsatz von Consumergeräten am PoS zu achten. Dazu zählt auch, dass Profigeräte in identischen Konfigurationen zumeist längerfristig am Markt verfügbar sind – wichtig, um den ursprünglich homogenen Gesamteindruck auch dann erhalten zu können, wenn einzelne Geräte ersetzt, oder um weitere ergänzt werden.

Immer mehr große Hersteller kündigen kleine Displays an. Die Geräte, die am Markt sind – oder in der Pipeline der Hardware-Industrie – finden neben dem Einsatz am Point of Sale zudem Verwendung in weiteren Anwendungen. Aktuell ebenfalls sehr beliebt ist der Einsatz als Doorsign. Konferenzräume in Unternehmen, der Hotellerie sowie im Bereich Ausstellungen und Messen werden durch den Einsatz aufgewertet. Verbaut an oder in den Außenwänden, geben die kleinen Displays verlässlich Auskunft über Raumbelegungen, können Besucher individuell ansprechen oder wechselnd farblich bestimmte Nutzungen schon von der Ferne anzeigen. Bei Konferenzen kann man beispielsweise durch verschiedene Farben die Raumbelegung für Conference Tracks auf den ersten Blick visualisieren.

Aktuelle Branchenzahlen zeigen, dass die Digital Signage-Industrie hier einen Nerv getroffen hat: Small Signage wird immer wichtiger, wie die Befragten der verschiedenen Länderindizes des DBCI feststellen. Aus dem Trend wird Mainstream – und 2015 wird ganz klar das Jahr für Small Signage.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.