Lighting

Trifft ins Fadenkreuz – Lichtinstallation bei der Polizei

- Im neuen Gebäude der Polizeiinspektion in Nürnberg Süd lenkt eine Lighting-Installation die Blicke auf sich: Drei frei hängende Ellipsen und zwei Geraden beleuchten den Innenraum. Von einem bestimmten Punkt aus betrachtet, bilden sie ein Fadenkreuz. von Thomas Kletschke

Lichtinstallation in der Polizeiinspektion Nürnberg Süd (Foto: Westiform)

Lichtinstallation in der Polizeiinspektion Nürnberg Süd (Foto: Westiform)

Ins Fadenkreuz der fränkischen Ordnungshüter kann man nun ganz gefahrlos geraten – ohne danach schwedische Gardinen bei Brot und Wasser befürchten zu müssen. Für den Innenraum des neuen Dienstgebäudes der Polizeiinspektion Nürnberg Süd haben sich die Lichtplaner eine puristische Installation mit Clou ausgedacht.

Gotcha: Im Fadenkreuz der Installation (Foto: Westiform)

Gotcha: Im Fadenkreuz der Installation (Foto: Westiform)

Symbole sollte man nicht überbewerten, dass weiß auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, als er mit Finanzminister Dr. Joachim Söder das 10 Millionen Euro teure Gebäude ausgerechnet am Freitag, den 13. Februar 2015 einweiht. Für den modernen Verwaltungsbau hatte der Freistaat Gelder der landeseigenen Zukunftsinitiative „Aufbruch Bayern“ zur Verfügung gestellt.

Genug Geld insgesamt, um einen – wie es im Amtsjargon heißt – „beschusssicheren“ Bau mit einer Fläche von insgesamt 2.500 m² zu schaffen. Die Beton-Trutzburg (Architekten: Geier Maass) soll allerdings nicht zu abweisend wirken – außer vielleicht für die temporären Gäste der sechs kleinen Zellen und des einen großen „Sammelhaftraums“ .

Installation in der PI: Kreuz und Ellipsen (Foto: Westiform)

Installation in der PI: Kreuz und Ellipsen (Foto: Westiform)

Im frei zugänglichen Innenraum des Gebäudes hat man deshalb die Lichtplaner von Arup (Büro Berlin) ans Werk gelassen. Gemeinsam mit den Lichtwerbe-Experten von Westiform haben sie eine Lichtskulptur aus Neonröhren entwickelt. Drei verschieden große und im Raum verteilt und in anderen Winkeln hängende Ellipsen sowie zwei sich kreuzende Geraden wurden mit den Leuchtmitteln bestückt. Für sich wirkt das Ensemble wie ein Cybernetic Art-Mobilé von Alexander Calder oder eine Installation des Licht-Minimalisten Dan Flavin.

Alle Neon-Ellipsen wurden über transparente Clips mit Edelstahlringen verbunden. Alle Ringe hängen an dünnen Edelstahlseilen an der Decke. Die Ellipse mit dem größten Durchmesser misst 3,5 x 2,3 m.

Genau berechnet sollen die einzelnen Elemente schlussendlich doch etwas ziemlich symbolhaftes transportieren: An einem Punkt in der Halle wirken die Elemente wie ein Fadenkreuz.

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