OVAB Europe Digital Signage Business Climate Index (DBCI)

So urteilt die Branche – die Digital Signage-Trends 2015

- Zum Jahresbeginn wird die Branche in den drei DACH-Ländern zu den Tops und Flops des vergangenen Jahres ebenso befragt, wie zu ihren Trend-Favoriten in den kommenden zwölf Monaten. Was 2015 wichtig wird, zeigt der OVAB Europe Digital Signage Business Climate Index (DBCI), den invidis mit Unterstützung von OVAB Europe erhebt. von Thomas Kletschke

Die Digital Signage Trends 2015 aus Sicht der Branche (Grafik und Montage: invidis; Fotos: Archiv)

Die Digital Signage Trends 2015 aus Sicht der Branche (Grafik und Montage: invidis; Fotos: Archiv)

Was die Digital Signage-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2014 besonders bewegt hat, das dürfte auch in den kommenden zwölf Monaten wichtig bleiben. Wichtigste Entwicklungen und Trends aus dem vergangenen Jahr werden auch 2015 ihre Fortsetzung finden. Ein Rück- und Ausblick.

Das Jahr 2014 war in den Augen der Befragten auch das Jahr von Entry Level Digital Signage. Sowohl bei den Tops, wie auch bei den Flops 2014 werden die Einsteigerserien der Industrie genannt. Einerseits begrüßt, andererseits kritisiert. Denn was den Entry Level-Geräten, SoC und Android noch besser täte, das wäre ein Mehr an Leistung, urteilt die Branche. Gleichwohl betonen die befragten Unternehmen, das Lösungen out of the box, Android, SoC oder OPS wichtig sind – und auch bleiben werden.

Besonders für den vertikalen Markt Retail sah die Branche ein wichtiges Jahr. Hier wurde besonders die Integration von Lösungen für den PoS gefordert und gewünscht. Omnichannel, iBeacons, das wieder erstarkende NFC sowie Multitouch-Funktionen waren 2014 gewünscht – und sind auch im Jahr 2015 die Tops. Weiterhin sind in den drei Ländern viele Umsetzungen für das SMB Business gewünscht. Hintergrund: die KMU sind seit jeher eine wichtige Kundengruppe, die Lebensader der Branche.

DBCI DACH: Tops und Flops des Jahres 2014 (Grafik: invidis)

DBCI DACH: Tops und Flops des Jahres 2014 (Grafik: invidis)

Im Bereich Digital-out-of-Home finden die Befragten, das es nun ausreichend Buchungsmöglichkeiten und Ansätze der Standardisierung gäbe. Zugleich macht sich ein Unbehagen über die staatliche Regulierung in einzelnen Bereichen bemerkbar: Stichwort LED Boards in Straßennähe. Anzeichen, die darauf hindeuten, dass in einem größer gewordenen Markt weitere Konsolidierungen und Einigungen innerhalb der Branche erwartet und/ oder gewünscht werden. DooH-Ad-Serving-Plattformen bleiben 2015 ein größer werdendes Thema – ein dynamisches Feld, in dem Digitalunternehmen außerhalb der Branche schon einige (Fort-) Schritte unternommen haben.

Mehr oder weniger von weiten Teilen des Marktes abgeschrieben sind aus Sicht der Befragten HDBase-T, 3D sowie transparente Displays.

Bei Ultra HD/ 4k zeigt sich, dass die Branche den neuen Standard sehr wohl begrüßt und aufmerksam beobachtet. Gleichwohl wird ein kontinuierliches Wachstum von niedrigem Gesamtniveau erwartet. Darin spiegelt sich natürlich auch die Ansicht, das UHD einfach noch zu teuer (Hardwarepreise) oder nicht verbeitet genug (das Content-Dilemma) im Business-Bereich ist.

Digital Signage wird auch im Jahr 2015 kleiner und größer zugleich. Noch mehr Lösungen unterhalb der 32″, noch mehr Bedarf an großen Mega-Screens, Video Walls und Co. Bei den ganz großen Lösungen dürfte man vor allem auch ultrahochauflösende Screens mittelfristig präferieren: hier kommen entsprechende Auflösungen erst zu ihrer wahren Geltung.

Intelligenteres Digital Signage erachtet die Branche als wichtig: Eye-Tracking ist beispielsweise ein Trend. Und im Einzelhandel sieht die DS-Branche in DACH weiterhin einen großen Zielmarkt.

Hier können Sie den DBCI DACH Januar/Februar 2015 downloaden.

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