Sportarenen

Neue Video Boards, 4G, LED – Superbowl wird smart und grün

- Im Stadion der Arizona Cardinals gibt es eine Premiere zu feiern: den ersten NFL Super Bowl, der mit reinem LED Lighting bestritten wird. Außerdem: drei mal größere Video Boards mit 75% mehr Auflösung sowie ein frisches Stadion-weites 4G Mobilfunk-Netz vom Feinsten. von Thomas Kletschke

Neue Video Boards im University of Phoenix Stadium (Foto: Daktronics)

Neue Video Boards im University of Phoenix Stadium (Foto: Daktronics)

Das Football-Ereignis des Jahres, das auch hierzulande live übertragen wurde – in der vergangenen Nacht vom 1. auf den 2. Februar – markiert einen Wendepunkt bei US-amerikanischen Sportarenen. Denn die werden immer smarter, wie das University of Phoenix Stadium der Arizona Cardinals.

Dafür nahm der Stadionbetreiber des Austragungsorts des Super Bowl-Spiels einige grüne Scheine in die Hand: Investitionen in Höhe von 18 Millionen US-Dollar kamen zusammen. Von denen wurden 10,8 Millionen Dollar in neue Video Boards investiert (ein Großteil der Video Board-Investition floß anschließend vom Staat Arizona zurück), 8 Millionen Dollar ließ man sich ein stadioneigenes 4G-Netz samt Infrastruktur kosten. Für das Wireless-System hat man den Technologie-Riesen Cisco ins Boot geholt.

Die frei werdenden Mittel aus der Video Board-Investition (hier werden 8,1 Millionen US-Dollar kolportiert, die dem Stadionbetreiber durch die Arizona Sports and Tourism Authority rückerstattet werden) kann man in der Rechnung wohl in etwa als Kosten für das LED Lighting hinzu addieren. Dafür verbraucht die neue Lichtanlage des auf 64.000 Zuschauer ausgelegten Stadions nun 310.000 Watt, statt wie zuvor 1,2 Millionen Watt.

"StadiumPro" LED Lösung im University of Phoenix Stadium (Foto: Ephesus Lighting)

„StadiumPro“ LED Lösung im University of Phoenix Stadium (Foto: Ephesus Lighting)

Erstmals in der Geschichte wird ein Superbowl mit reinem LED Lighting bestritten, das zu einer Stromersparnis von 75% im Bereich Licht führen soll. Insgesamt 312 neue Stadium Pro-Leuchten des US-Herstellers Ephesus Lighting aus Syracuse illuminieren das Spiel mit einer Candlepower von maximal 2.854.415. Insgesamt liefern die 312 neuen LED-Lösungen doppelt so viel Licht, wie die zuvor installierten 780 Halogen-Speziallampen.

Die LED Arrays der nun installierten Lösung liefern jeweils bis zu 500 lm/in² beziehungsweise können jeweils insgesamt bis zu 115.000 Lumen an Output liefern. Rechnerisch sind damit über 35 Millionen Lumen (Lichtstrom) drin. Mit der reinen Lichtstrom-Menge ist es nicht getan, schließlich soll eine exakt steuerbare Lichtlösung genau definierte Lighting-Stimmungen erzeugen. Die zugehörigen Controller sorgen dafür, dass die Farbtemperatur gleichmäßig gehalten wird, und das Endergebnis optisch auch bei HDTV-Übertragungen stimmig ist.

Mehr Licht, weniger Strom, besseres Netz. Die Football-Spiele können nun auch auf Video Boards mit einer insgesamt drei mal größeren Fläche angesehen werden, deren Auflösung um 75% höher liegt, als bei der vorhergehenden Installation. Die zwei neuen 13HD Video Boards stammen beide von Daktronics (DVX-Serie, 13mm).  Das größere der beiden misst laut Hersteller 54′ x 164’4″- also Abmessungen von etwa 16,5 x 50 Meter (Auflösung 1260 x 3836), das kleinere 4’10“ x 164’4″ – 1,4 x 50 Meter – (Auflösung 112 x 3836). Verschiedene Ribbon Displays und Digital Billboards – alle von Daktronics – wurden ebenfalls installiert.

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