Retail

Brick and Mortar – Erster Google Store in London

- Dass sich die Amazons und eBays dieser Welt seit einiger Zeit in Richtung PoS bewegen, ist bekannt. Auch an Apple Stores ist die Welt nicht gerade arm. Abwechslung kommt nun von einem anderen Player aus der Welt des Webs. Jetzt hat Google seinen ersten Shop in Shop in London eröffnet. von Thomas Kletschke

Links doodlen, rechts Google earthen: Video Walls im Londoner Google Store (Foto: Google)

Links doodlen, rechts Google earthen: Video Walls im Londoner Google Store (Foto: Google)

An der Tottenham Court Road hat Google nun einen kleinen Store eröffnet. Dabei handelt es sich um einen Shop in Shop, der bei Currys PC World untergekommen ist. Gezeigt werden neben Hardware diverse Software-Produkte von Google – letztere werden visuell ansprechend präsentiert, etwa über Video Walls. Das Shopping Window – die „Shadowbox“ – ist für künstlerische Installationen reserviert, die die Kunden neugierig machen sollen.

In den letzten Jahren ist aus Google ein Unternehmen geworden, dass neben abstrakten oder Software-Produkten einiges an Hardware offeriert – mal unter eigenem Namen, mal unter dem der jeweiligen Industriepartner: Android-Smartphones, entsprechende Tablets oder Chromecast sind einige Beispiele.

Auch die Chromebooks gehören inzwischen dazu – Ende der Woche stellen wir Ihnen auf invidis eine spannende Kampagne vor, mit der Google die Laptops bekannter machte.

Der Londoner Google Store nutzt Video Walls, um beispielsweise Google Earth einmal auf einer sehr großen Display-Fläche ausprobieren zu können. Insgesamt hat man zwei große Video Walls, jeweils in einer 3×3 Konfigutration verbaut, die durch Tablets oder andere Devices angesteuert werden können.

Computer im Google Store in London (Foto: Google)

Computer im Google Store in London (Foto: Google)

Auf der einen der beiden Video Walls können die Nutzer doodlen – also, das bekannte Logo einmal selbst variieren, so wie es Google traditionell selbst auf seiner Website macht. Die kreativen Ergebnisse können via Social Media geteilt werden.

Neben der Vorstellung der eigenen Produkte möchte man aktuelle und künftige Kunden vor allem früh an sich binden. Dazu hat man – wie es einige Technologiefirmen und Markenartikler ebenfalls praktizieren – vor allem den Bereich Education im Blick. Lehrer werden zum „Open House“ eingeladen, während Kinder das Programmieren spielerisch in „Virtual Space Camps“ erlernen.

James Elias, Marketing Director UK & Ireland bei Google, outete sich anlässlich der Eröffnung als großer Freund des Point of Sale. „Das Geschwindigkeit, mit der Geräte die wir alle nutzen, weiterentwickelt werden, ist unglaublich. Aber die Art, wie wir sie gerne kaufen ist seit Jahren die gleiche geblieben“, so Elias. Damit hat Google Multichannel nun auch offiziell für sich entdeckt.

In welchem Umfang sich der Konzern auf eine seamless Customer Experience auch auf weiteren Retailflächen weltweit einlässt, ist momentan zwar unklar. Allerdings zeigt der Google Store einmal mehr, wie selbstverständlich momentan die Digital-Riesen das ein oder andere Experiment im Einzelhandel wagen. Dadurch verstärken sie den Druck auf die klassischen Retailer zumindest indirekt.

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